Wie war nochmal ihr Name?

Ach, wie ich das liebe. Da bekomm ich ein Telefongespräch von der Zentrale durchgestellt mit dem Hinweis, dass mich ein Herr “Heinzmann” sprechen möchte. ich sag noch so “ok, stellen Sie durch” und will eigentlich schon mit “Guten Tag Herr Heinzmann” starten, aber ganz plötzlich verkneife ich mir das und warte erstmal ab. Bingo, der gute Herr heisst auch nicht Heinzmann, sondern “Weitzelmann”! Das wäre ja schön ins Auge gegangen und weil ich genau sowas erwartet habe, hab ich mir die persönliche Anrede direkt verkniffen. Kann man denn nicht einfach mal nach dem Namen fragen, wenn man ihn nicht verstanden hat? Und dann bitte nicht mit der Frage: “Wie war nochmal ihr Name?”, da geh ich ja erstrecht unter die Decke. Ich glaube kaum, dass sich der Name in den letzten paar Minuten geändert hat, der Typ am anderen Ende der Leitung heisst bestimmt noch genauso, wie vorher. Und offensichtlich lebt er auch noch, sonst könnte er ja nicht anrufen. Also erübrigt sich die Frage doch wohl, wie denn mal der Name war, denn er ist in der Regel noch so. Gut, wenn das jemandem passiert, der nur mal so ans Telefon geht, dann kann ich das ja noch verstehen. Aber wenn das leute sagen, die beruflich nichts anderes machen als zu telefonieren, dann brauchen die dringend nen Coach.

Datum: Mittwoch, 20. Januar 2010 16:06
Themengebiet: Tücken des Alltags Trackback: Trackback-URL
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