Wandertour vom Breitenberg über den Aggenstein zum Füssener Jöchle

Aggenstein-TourVor gut einer Woche traf ich mich hier in Pfronten mit Jens vom Hiking-Blog zu einer Wandertour. Jens machte gerade Urlaub mit seiner Familie in Füssen und schon im Vorfeld schrieben wir und verabredeten uns zu einer gemeinsamen Wandertour in den Allgäuer Alpen. Jens Blog beschäftigt sich, wie der Name schon vermuten lässt, speziell mit Ourdoor-Themen und allem, was daran hängt und damit zu tun hat. So nimmt er immer wieder aktuelle Trends unter die Lupe und stellt sie in seinem Blog vor oder beschreibt ausführlich und mit viel Liebe zum Detail seine eigenen Touren rund um seine Heimat Dortmund und darüber Hinaus auch so quasi vom Rest der Welt. Lest Euch hier nur mal seine Tour von Küste zu Küste durch, das lohnt sich!

Nun trafen wir uns vergangene Woche also erst bei mir zu Hause, um ein Auto an das gewählte Ziel unserer Route zu parken. Anschließend fuhren wir zum Fuße des Breitenbergs und machten uns an den Aufstieg, die Rucksäcke mit Pullover und Trinksack gefüllt und guter Laune bei mäßig warmem Wetter. Der Weg auf den Breitenberg ist zwar kein Highlight was Aussicht und Beschaffenheit angeht (in Serpentinen schlengelt er sich bis zur Hochalpe), aber wir wollten dennoch zu Fuß den kompletten Weg, zumindest nach Oben, gehen. Hier machten wir unsere erste Rast bei Kaffee und Kuchen (Frühstück!) und liefen anschließend gut gestärkt in Richtung Aggenstein. Ich habe Jens immer einen kleinen Vorsprung gegönnt, wollte ich ihm doch das Gefühl geben, trainierter zu sein als ich. In Wahrheit war er das auch und so schnaufte ich doch ein wenig hinterher. 😉

Nun kam der Aufstieg zum Aggenstein, ein Weg, den ich selbst nicht kannte und der für mich auch neu war. Relativ steil und eng läuft er fast gerade hoch bis zum Grat, immer wieder von Seilen und auch Tritten präpariert. Die ersten Glücksgefühle stellten sich bei mir ein, als ich hin und wieder doch mal ein paar Wanderer überholen und somit meinen Rückstand zu Jens etwas minimieren konnte. Oben auf dem Grat angekommen begann erst der eigentliche Aufstieg zum Gipfel, hier nur noch über Drahtseile gesichert. Mit wohl durchdachtem Tritt schleppte ich mich nach oben und war doch selbst erstaunt, wie wenig mir das ausmachte, denn eigentlich bin ich gar nicht mal so schwindelfrei. Der Blick vom Gipfel belohnt mit einer Rundumsicht, die sich gewaschen hat. Füssen, Teile von Pfronten und fast das komplette Tannheimer Tal sind von hier zu genießen, ein wahrer Traum. Jens und ich machten ein paar Selfies zur Dokumentation einer Grenzerfahrung (ich rede hier nur von mir) und kletterten anschließend auf gleichem Weg zurück bis zum Grat, von dort aus weiter zur Bad Kissinger Hütte. Hier wollten wir eigentlich etwas essen, irgendwie hatte ich mich auf Schnitzel gefreut, aber wirklich Appetit hatten wir beide nicht und so schlürften wir isotonischen Gerstensaft und plauderten über Blog und die Welt. Eigentlich hatten wir auf den angesagten Fön gehofft, der aber leider nur kalten Wind voraus schickte und so entschlossen wir uns doch aus Angst vor Unterkühlung unseren Weg schnell weiter Richtung Füssener Jöchle fortzusetzen. Dieser Weg ist auch wieder ein ganz besonderes Schmankerl und führt, mal auf und ab und über Stock und Stein, ganz idyllisch durch die Natur. Hier kannte ich wieder Teile des Weges von meiner Tour vom letzten Jahr. Unser Tempo war inzwischen auch wieder auf gleichem Niveau, wobei ich immer noch der Meinung bin, das Jens absichtlich auf die Bremse trat, um mich nicht ganz albern aussehen zu lassen. Immerhin erreichten wir gemeinsam das Ziel und auch hier hatten wir immer noch keinen Hunger, so dass wir diese Tour mit der Talfahrt per Gondel beendeten.
Tour über den Aggenstein  Tour über den Aggenstein

Mein Fazit zu dieser Route:
Absolut lohnenswert als Tagestour, wenn man mit etwas Klettern keine Probleme hat. Zu keiner Zeit habe ich mich unsicher gefühlt und auch wenn ich anfangs nicht so schnell wie mein Mitstreiter unterwegs war, so sollte man dennoch etwas Kondition für diese Tour mitbringen. Die Strecke ist in etwa 12 Kilometer lang, ca. 1.400m hoch und 450m wieder runter.

Nun hoffe ich sehr, dass dies nicht meine letzte Tour mit Jens war und er noch mal Zeit und Lust findet, wenn er wieder hier im Urlaub ist. Mir hat es auf jeden fall riesig Spaß gemacht und es war sehr schön, mal wieder einen Westfalen reden zu hören. Auf Bald, lieber Jens!
Tour über den Aggenstein Tour über den Aggenstein Tour über den Aggenstein   Tour über den Aggenstein Tour über den Aggenstein Tour über den Aggenstein

3 Comments

  • By Jens | Hiking Blog, 17. Oktober 2014 @ 16:30

    Schöner Bericht über eine grandiose Tour! Mir hat es auch unheimlich Spaß gemacht. Danke, dass du dir die Zeit genommen hast. Und ich finde, es kommt nicht auf´s Tempo an, sondern auf das gemeinsame Erlebnis. Und das war richtig genial. Hat alles gepasst!

    Mit dir? Jederzeit gerne wieder! Versprochen.

    Viele Grüße aus Dortmund,

    Jens

  • By Anke, 3. November 2014 @ 13:11

    Diese Tour ist auch eine meiner Lieblingswanderungen. Alternativ kann man nach der Hälfte des Tannheimer Höhenweges an der Sebenalpe auch nach Norden zum Vilser Jöchl abbiegen (vom Jöchl aus ist noch ein Abstecher auf das wenig begangene Brentenjoch möglich) und dann über die Vilser Alpe zur kleinsten Tiroler Stadt Vils absteigen. Von Vils aus führt ein Rad- und Wanderweg nördlich des Flüsschens Vild wieder zurück zur Talstation der Breitenbergbahn in Pfronten. Das als Tipp für eine Rundtour ohne Auto!

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  1. Bergtour auf den Aggenstein und zum Füssener Jöchle | Hiking Blog — 22. Dezember 2014 @ 14:45

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