Gestern Nachmittag haben wir unsere Reise richtung Sankt Englmar zum Sport- und Wellnesshotel Angerhof angetreten, in welches ich freundlicherweise eingeladen wurde, um dieses Hotel hier in meinem Blog vorzustellen. Unterwegs von München bis in den Bayrischen Wald wurde es auch zunehmends kälter, in Sankt Englmar lag dann mal richtig viel Schnee. Klasse sah das aus und nach einem 5-Gänge-Menü mit allerlei Köstlichkeiten haben wir dann den Tag recht früh beendet, um heute Morgen nicht zu spät am Frühstücksbuffet zu erscheinen. Das Wetter ist inzwischen bombastisch, gleich gehts los zum Skilift und ab auf die Piste. Ich werde noch viele schöne Fotos machen und auch ein kleines Video drehen, welches Ihr dann in Kürze hier zu sehen bekommt. Bisher ist mein Eindruck vom Hotel sehr positiv, das Personal ist freundlich und das Zimmer ist der absolute Hammer. So, jetzt aber los…
Das ist kein Schnee, das ist gestapeltes Wasser, was hier in Bielefeld derzeit auf den Strassen liegt. Und dabei schneit es ununterbrochen weiter, alles ist zwar weiss, aber eben total nass. Wenn das nachher friert, dann prost Mahlzeit. Aber was solls, ich verkrümel mich eh wieder dorthin, wo man noch was vom Schnee versteht, da wo das weisse Zeug quasi erfunden wurde. Obwohl es damit bisher auch etwas auf sich warten lässt, aber die Saison fängt dort ja erst an. Wer hier übrigens von Schneechaos oder gar Eiskatastrophe redet, der muss mal auf den Kalender gucken.
Nach Daisy rückt nun das Tief Jennifer an und bringt uns neuen Schnee. Nachdem in der letzten Nacht Werte von bis zu -24 Grad gemessen wurden, bleibt es heute im Laufe des Tages bei bis zu -5 Grad, am Nachmittag soll dann Schneefall einsetzen. Ich hab mich ja mittlerweile an die weiße Pracht hier gewöhnt und wenn es um ein Tief namens Jennifer geht, da hab ich erst recht so meine Erfahrungen
Ganz Deutschland rüstet sich vor dem Sturmtief Daisy, welches in der kommenden Nacht mit starken Schneeverwehungen auch Bielefeld lahm legen könnte. Hier in der Firma werden bereits Vorsichtsmaßnahmen getroffen um die teuren Wägelchen zu sichern, irgendwie ja spannend. Trotzdem ist das nicht zu unterschätzen, es wird mit Windstärke 11 gerechnet und Autofahrern geraten, nicht ohne feste Winterkleidung das Haus zu verlassen. Die strassen werden kaum passierbar sein, wenn es mit dem Schnee so richtig losgeht und in Bayern ist noch mit überfrierender Nässe zu rechnen.
Nachdem nun ja die Salzvorräte zum Streuen in Bielefeld aufgebraucht sind hört man im Radio, dass die Leute auf Speisesalz umgestiegen sind. Da bekommt der Satz “Allet wird Jod” ja ne ganz andere Bedeutung
Nun ist es soweit, die Strassen in Bielefeld werden nun nur noch eingeschränkt gestreut und der Rest nur geräumt. Ich habe für die lächerlichen 900 Meter zur Arbeit gute 20 Minuten gebraucht, die fahren hier alle wie auf rohen Eiern. Laut Radio Bielefeld reicht bei dieser Dosierung das Streusalz noch genau 2 Tage, das sind ja wahnsinnig tolle Aussichten. Dann werden wohl in den kommenden Tagen die Kinderspielplätze geplündert und mit dem Sand die Strassen bedeckt. Letztendlich kann man dann sicher besser fahren, aber ich will gar nicht wissen, was das für ne Sauerei gibt.
Jetzt haben wir gerade mal ein paar Tage Schnee und schon ist der Salzvorrat fast aufgebraucht. Der Winterdienst hat seine Tätigkeit mittlerweile auf die Hauptstrassen beschränkt, Anlieger bekommen ihren verschneiten Asphalt nur noch geräumt. Dabei gehts doch grad erst los, bis Mitte März kann es doch noch locker weiter schneien. Bei konstant Minus 5 Grad und immer neuen Schneefällen ist es in Bielefeld aber auch grad mal wieder richtig schön, die weiße Pracht zieht sich über den ganzen Teutoburger Wald und wird erst in den flacheren Gegenden weniger. Trotzdem zieht es mich nach wie vor in die Berge, wo man dann auch wirklich Skifahren kann. Hier muss ich das wirklich nicht haben, auch wenn sich die Kinder sicher drüber freuen, hinter der Uni mal wieder den Berg hinab zu rodeln.
Ja, Skifahren ist wirklich wie Fahrradfahren, man verlernt es eben einfach nicht. Viele Jahre habe ich nicht auf den Brettern gestanden und da hatte ich beim Anblick der steilen Pisten doch etwas Muffensausen. Klar, runter kommt man immer, aber auch auf dem schmerzfreien Weg? Aber mal ganz von Vorne. Da ich wie gesagt schon Jahre nicht mehr Ski gefahren bin, musste also erstmal Ausrüstung her. Kaufen kam nicht in Frage, zumal ich erstmal gucken wollte, wie das überhaupt noch so klappt. Also direkt in Pfronten in den Skiverleih und die passenden Ski samt Schuhen und Stöckern ausgesucht. Der Sicherheit zuliebe natürlich noch einen Skihelm, denn aus den Tragödien der Vergangenheit hat man ja doch gelernt. Die heutigen Skier sind entgegen meiner “Alten” ein ganzes Stück kürzer, meine Retroausrüstung ist nun auch knapp 18 Jahre alt und mit dem modernen Carvingski absolut nicht zu vergleichen. Die Taillierung des Skis ermöglicht ein gleiten auf den Kannten und damit sicheres Fahren um die Kurven. Auch die Skischuhe sind nicht mehr ganz so steif, obwohl man immer noch damit rumlatscht wie ein Transformer. Ja und einen Helm hatte ich schon als 4-Jähriger bei meinem ersten Skikurs auf, aber die heutigen Helme sind da auch wieder absolut nicht mit zu vergleichen.
Ok, die Ausrüstung stand und nun gings ins schöne Tannheimertal nach Österreich, direkt hoch aufs Füssener Jöchle. Das Skigebiet liegt auf knapp 1.900m Höhe und bietet ein unheimliches Panorama und so konnten wir bei bestem Wetter die Pistensau rauslassen. Zuerst habe ich eigentlich damit gerechnet, die komplette Strecke im Schneepflug zurück zu legen, umso erstaunter war ich dann doch, dass ich tatsächlich noch so richtig fahren konnte. Ok, entgegen meiner Begleitung, die das im Grunde fast täglich macht, fehlte mir doch die Kondition und besonders auf der großen Talabfahrt hat es mich dann einige Male in den Schnee gehauen. Aber ich habe wieder Blut geleckt und kann irgendwie gar nicht mehr verstehen, weshalb ich so lange nicht mehr Ski gefahren bin. Nun heisst es also auf die nächste Saison warten und bis dahin eine gute Ausrüstung besorgen


Für alle diejenigen unter Euch Pappnasen, die bei den aktuellen Temperaturen blaue Füße bekommen:
[youtube qz2SeEzxMuE]
Eben gefunden auf [gehirnstürm]
Ok, das wär ja noch ein wenig früh und würd ja alles durcheinander bringen. Immerhin kann ja der Februar oder auch der März noch ordentlich kalt werden. Schnee muss ich nicht unbedingt haben, aber irgendwie gehört das ja auch zum Winter, oder? Na wie auch immer, heute fühlt es sich auf jedenfall schon wie Frühling an.