Ermittlung der optimalen Rahmenhöhe für Mountainbikes
Wenn ich darüber nachdenke, dann reift in mir immer mehr der Gedanke mir ein neues Bike zu bauen. Mein jetziges Rad habe ich damals speziell nach meiner Größe zusammengestellt, jedes Detail wurde dazu passend ausgesucht. Der erste und wichtigste Faktor ist da die Rahmenhöhe, mit einem zu großen Rad wird niemand Spaß haben und auf einem zu kleinen tut ebenfalls schnell der Rücken und vor allem die Beine weh.
Um die richtige Rahmenhöhe zu ermitteln gibt es viele Tabellen und Formeln, meiner Meinung nach kann man sich das aber alles sparen, indem man es genauso macht, wie bei einer Hose oder einem Anzug: Man probiert das Fahrrad an. Wenn man in ein gutes Fahrradfachgeschäft geht, dann bekommt man dort die Möglichkeit, verschiedene Dinge wie Vorbaulänge und -winkel auszuprobieren und kann so den für sich passenden Rahmen mit all seinen Komponenten finden. Aber um überhaupt erstmal einen Richtwert zu haben, gibt es eine ganz simple Faustformel, nach der sich die Rahmenhöhe schon ziemlich gut eingrenzen lässt:
Man nehme einen Zollstock und eine Wasserwage und stelle sich ohne Schuhe etwa hüftbreit gerade hin. Dann die Wasserwage in den Schritt und so hoch wie möglich ziehen. Nun sollte am besten eine zweite Person das Maß vom Boden bis zur Oberkannte Wasserwage nehmen, dieses wäre dann schon einmal die Schrittlänge. Bei mir sind das 76 cm. Diesen Wert multipliziert man nun mit dem Faktor 0,68 (das eigentliche italienische Maß wird mit 0,66 ermittelt) und für die Beispielrechnung erhalten wir das deutsche Rennradmaß 51,68 cm Rahmenhöhe. Für MTB werden nun 10 cm abgezogen, wir fahren sportlicher und vor allem wendiger und brauchen etwas Platz unterm Hintern. Meine Rahmenhöhe sollte also so um die 42 cm sein.
Die Rahmenhöhe selbst wird dann am Bike von der Mitte Tretlager bis Oberrohr gemessen. Oft werden Rahmenhöhen auch in Zoll angegeben, zur Umrechnung: 1 Zoll = 2,54 cm.
Wem aber diese ganze Rechnerei zu blöd ist, der kann auch seine Zahlen in das folgende Tool eintragen.
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(c) Rahmenhöhe |
Hier hat man nun zumindest schon einen Richtwert und weiß, in welcher Abteilung man suchen muss. Es gibt auch richtige Vermessungssysteme wie das der Firma BIKEFITTING:

Für jeden Biketyp hat die Firma ein eigenes Vermessungssystem entwickelt, jedes Maß läßt sich hier ganz individuell auf den eigenen Körper anpassen. Aber auch dieses dient lediglich einer Orientierung, wenn man sich den passenden Rahmen nicht mal eben selbst zusammen schweißen will.
Meiner Meinung nach geht nichts über Probefahren. Kauf man sich ein Bike von der Stange hat man sowieso nicht so viele Möglichkeiten, vielleicht kann man den Vorbau noch tauschen, das wars dann aber auch. Ich gebe nur den Tipp das Rad ausgiebig probe zu fahren und sich gut beraten lassen.
