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Von Miami nach Key West

Schon direkt am ersten Morgen nach unserer Ankunft war ich, wie erwartet, um kurz nach 5 Uhr wach. Die Zeitverschiebung fühlt sich zwar auf der Hinreise nicht ganz so schlimm an, sorgt aber trotzdem immer für ein zeitiges Aufwachen meinerseits. Aber egal, ich habe an diesem Morgen die Zeit und das schnelle Internet des Hotels genutzt, um noch eine fertige Bildergalerie für einen Kunden hochzuladen. Außerdem wollten wir generell früh los, da uns die spannende strecke Richtung Key West über den Overseas Highway erwartete. Diese strecke ist insgesamt 205 Kilometer lang und reicht von Homestead bis nach Key West. Es ist der südlichste Abschnitt des Highway One und verbindet auf seiner Strecke 40 Inseln der Florida Keys. Hier ist es sinnvoll, das Auto vorher aufzutanken, auch wenn zwischendurch immer wieder die Möglichkeit besteht, gibt es dennoch ein sicheres Gefühl, denn zeitweilig befindet sich links und rechts (und drunter) nur Wasser. Aus Filmen oder Serien kannte ich das ja schon, aber das mal in Natura zu sehen ist schon sehr beeindruckend. Es ergeben sich unterwegs etliche Möglichkeiten, den Highway zu verlassen und direkt ans Wasser zu gehen. Wir haben uns dafür den Bahia Honda Statepark ausgesucht. Hier läuft die Trasse der East Coast Railway, die zum Teil heute als Fußgängerbrücke dient, aber auch zeitweilig dem Highway 1 zu Nutze kommt. Hier befindet sich ein Campingplatz und ein unheimlich toller Badestrand. Zu unserem Erstaunen war es hier recht leer, was aber mit Sicherheit an der Zeit lag, denn dieser Strand war 1992 im Ranking von „America’s best Beaches“ die unangefochtene Nummer 1.

Bahia Honda Statepark Bahia Honda Statepark Bahia Honda Statepark Overseas Highway Overseas Highway

Als wir wieder im Auto saßen, genossen wir doch unsere Klimaanlage, denn es hatte schon so an die 30 Grad im Schatten. Durch den Wind und das Wasser ist das aber relativ erträglich.

Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Hotel und checkten erst einmal ein. Hier waren wir im Sheraton suites key West untergebracht und hier war der Name Programm: Nur Suiten, sonst nix. Unser „Zimmer“ war eine kleine Wohnung mit Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und großem Bad. So kann man es aushalten und hat auch endlich mal richtig Platz für die ganzen Klamotten. Auf dem Weg durch die Anlage zur Bar begegneten wir nicht nur anderen Hotelbewohnern, sondern auch an jeder Ecke den kleinen Eidechsen, die sich auf dem warmen Betonboden die Sonne auf die Schuppen scheinen ließen. Kam man näher, huschten sie schnell ins umliegende Gebüsch. Im ersten Moment ärgerte ich mich, dass ich meine Kamera gerade nicht dabei hatte, aber es ergaben sich wirklich noch etliche Gelegenheiten, die kleinen Kerlchen ausgiebig zu fotografieren.

Sheraton Suites Key West Eidechse Key West

Mit dem Hoteleigenen Shuttle wurden wir bis in den Ort gefahren, wo wir gleich die Duval Street aufsuchten. Hier reiht sich ein Pub an den nächsten und die Reihe wird nur von kultigen Lädchen unterbrochen. Überall ertönt Lifemusik und das nutzten wir auch immer wieder aus, um einfach mal zu sitzen und zu genießen. Hier wurden wir beim Trinken unserer Margaritas von einem Straßenkünstler etwas abstrakt gezeichnet, dabei konnte ich ihn auch fototechnisch festhalten.

Straßenkünstler in Key West

Am Abend, das wurde uns schon vor Reiseantritt angeraten, sollten wir auf jedenfall den Sonnenuntergang beobachten. In Key West ist das absolut Pflicht und so wird das auch an jedem Ort und jeden Abend aufs Neue zelebriert. Während wir am ersten Abend das ganze aus einer Bar direkt am Ufer beobachten konnten, haben wir uns am zweiten Abend gleich mal eine Fahrt mit einem Segelschiff gegönnt. Hier kann ich auch nur den Tipp geben, genau das zu machen und die Touristendampfer zu meiden. Es waren mit uns höchstens 10 Leute an Bord, davon waren schon 3 die Crew. Total romantisch, aber sowas muss ja auch mal sein. Gute 3 Stunden kurvt das Segelboot übers Meer und man bekommt eine unbeschreibliche Aussicht geboten. Zwischenzeitlich durfte ich sogar selbst mal ans Steuer der Jolly Rover, da krieg ich jetzt noch Gänsehaut, so cool war das!

Jolly Rover Key West  Sunset Key West  Jolly Rover Key West  Jolly Rover Key West Jolly Rover Key West  Sunset Key West

Auch das Hemingway Haus haben wir natürlich nicht ausgelassen, immerhin hat der Schriftsteller hier eine wesentliche Zeit seines Lebens verbracht und nicht nur im Haus, das jetzt ein Museum ist, seine Spuren hinterlassen. Unsere „Führerin“ zeigte uns jeden Raum und erzählte Geschichten, anschließend konnten wir selbständig den riesigen Garten erkunden.

Hemingway Haus Key West

Key West ist der südlichste Punkt der USA, von hier sind es gerade mal 90 Meilen bis nach Kuba. Das kann man natürlich nicht sehen, aber man fühlt es ganz deutlich und der Einfluss in Key West ist extrem. Am Sothernmost Point, einer buntbemalten „Tonne“ will auch jeder fotografiert werden, die Schlange reicht Meterweit. Wir haben natürlich auch ein Foto gemacht, aber uns einfach vorne auf die mauer gesetzt, anstatt uns in die Schlange zu stellen. Man kann es ja auch übertreiben.

Extremniki am sothern most Point

Key West ist aus unserer Sicht und im nachhinein das Schönste an der ganzen Reise gewesen. Total entspannt bei super Wetter kann man hier wirklich den Tag genießen und die Leute sind total locker. Hier waren wir sicher nicht das letzte Mal, obwohl es ja auch noch genügend andere schöne Plätze auf dieser Erde gibt.

Reisebericht Florida 2014 – Ab nach Miami

Etwa 5 Wochen liegt unsere Reise nach Florida bereits zurück. Zeit, hier mal einen kleinen Reisebericht zu starten. Nach verschiedenen Aufenthalten in den USA war Florida eines unserer Wunschziele für dieses Frühjahr. Obwohl bereits schon direkt nach unserem letzten New York Trip im Frühjahr 2013 geplant, mutierte diese Reise letztendlich zu unserer Hochzeitsreise 😉

Unser Flug von München mit Air France nach Miami dauerte gute 9 Stunden. Dank des recht ansprechenden Bord-Entertainments ließ sich die Zeit auch recht gut überbrücken, den Schlafen ist ja nicht so meins auf diesen dann doch recht engen Plätzen. Auf dem Flughafen von Miami war das Warten in der Schlange zur Kontrolle der US Imigration auch wieder etwas nervig, aber dann konnten wir bereits direkt zum Schalter von Alamo, um unser Auto in Empfang zu nehmen. Ich musste kurz zögern, als uns für $120,- pro Tag ein Upgrade auf ein Mustang Cabrio angeboten wurde, jedoch siegte letztendlich die Vernunft und wir ergatterten uns für diese Reise einen niedlichen kleinen Toyota Yaris. Zu keiner Zeit war ein kleineres Auto auf den Strassen zu sehen, dennoch bot es uns den nötigen Komfort und den Platz, unser Gepäck zu verstauen. Mein Fotoequipment hatte ich hier auch auf das wesentliche reduziert, da ich mich in diesem Urlaub auch wirklich mal erholen und wirklich reine Urlaubsbilder schießen wollte. Dafür hatte ich mir vorher extra noch einen neuen Fotorucksack gekauft, denn meine kleine Umhängetasche ist einfach nichts für den ganzen Tag. Hier habe ich mir einen Lowepro 22L AW Photo Hatchback zugelegt, der neben dem praktischen Fotofach auch Platz für anderes Zeugs bietet.

Unsere Erste Nacht verbrachten wir im Hotel Nash South Beach, das im typischen Art Deco Style eingerichtet war, unweit der Strandpromenade entfernt. Das schöne geräumige Zimmer begeisterte uns gleich von Anfang an, waren wir aus New York doch etwas beengteres gewöhnt. Aber es sollte den unteren Standard markieren, wie sich später im verlauf der Reise herausstellte.
Nash Hotel South Beach
Am Abend schlenderten wir noch ein wenig am Ocean Drive entlang. Hier fühlt man sich irgendwie wie auf Mallorca: Tolles Wetter, fast alle sprechen spanisch und die Lokale ähneln denen am Ballermann doch sehr. Doch das muntere Treiben dort konnten wir nach dieser anstrengenden Reise gar nicht mehr so wirklich genießen und verkrümelten uns bei Zeiten ins Bett.

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