Mountainbike Bestandsaufnahme

Seit einigen Wochen bin ich wieder ganz extrem am Biken, täglich sitze ich auf dem Rad und flitze durch die Gegend. Dabei kommen Strecken um die 30 bis 40 Kilometer zusammen und das wirklich fast jeden Tag. Das bringt nicht nur Kondition, auch der Körper freut sich darüber, das noch überschüssige Fett endlich in Muskeln umwandeln zu dürfen. Die ersten Erfolge sind auch schon da, langsam wird alles wieder schön stramm.

Aber nun wird es mal wieder Zeit, das vorhandene Sportgerät etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Früher hab ich ja fast täglich an meinem Rad herumgeschraubt, ich war immer auf der Höhe, was es so aktuell auf dem Markt gab und habe das dann immer direkt an meinen Drahtesel angeschraubt. Aber irgendwie ist dann plötzlich die Zeit stehen geblieben und so habe ich nun ein zwar technisch sehr hochwertiges Bike, aber doch schon wieder einen richtigen Oldtimer. Ich glaube 1995 habe ich zuletzt was dran gemacht, das sind ja nun doch schon ein paar Jährchen. Damals gab es neben der absoluten Top-Schaltung Shimano XTR die gute alte Deore XT, die ich mir aufgrund des etwas günstigeren Preises dann auch verbaut hab. Full Suspension, geschweigedenn überhaupt eine Federgabel, kam da gerade so auf und ich habe aufgrund des noch viel höheren Gewichts darauf verzichtet. Das muss ich heute zwar immer noch nicht unbedingt haben, aber etwas komfortabler ist es ja doch. Irgendwie bin ich ja mit meinem Oldi Hardtail sehr zufrieden, aber das ist glaub ich wie mit nem Auto, da will man ja auch immer das Neuste haben. Also werde ich mir mal langsam wieder einen Überblick verschaffen und gucken, was es so am Markt gibt. Auch Preislich bin ich völlig Ahnungslos, aber ich denke da wird sich zu früher nicht viel getan haben, wenn man wieder auf die Topkomponenten abzielt. Damals habe ich glaub ich alles in allem so um die 4.000,- DM für die Teile bezahlt und da sieht man auch wieder, dass sich Qualität lohnt: Selbst heute klappert und quietscht nichts, die Schaltung legt jeden Gang butterweich ein und die Bremsen wirken wie am ersten Tag.

Doch nun mal eine Bestandsaufnahme, damit ich später einen guten Vergleich habe und vor allem auch auf die technischen Neuheiten besser eingehen kann. Meine Erfahrung mit genau diesem Bike sind teilweise sehr extrem, ich habe mit ihm am Kaprun Downhill teilgenommen (Damals gab es eine SemiPro-Sektion), wohl einem der härtesten Downhillrennen, die es in Europa gibt. Etliche Höhenkilometer und eine 10-tägige Solotour mit fast 20 Kilo Gepäck hat es ebenfalls gut überstanden, also hat es schon so einiges auf dem Buckel.

  • Material:
    Rahmen und Gabel Independent Eagle Chromoly 18″ True Temper
    Vorbau Independent 150 mm
    Sattelstütze Independent
    Sattel Selle Italia Flite Titan
    Laufräder Specialized 26 x 1.5
    Naben Shimano Deore XT 32 Loch
    Reifen Panaracer, vorne Dart II 26 x 2.1, hinten Smoke II 26 x 2.1
    Kassette Shimano Deore XT 7-fach 12 bis 23 Zähne
    Kurbelgarnitur Shimano Deore XT, SG Kettenblätter 24/36/46
    Pedale Aluminium-Titan, Hersteller unbekannt
    Tretlager Shimano Deore XT vollgehäuse
    Schaltwerk Shimano Deore XT 7-fach, langer Arm
    Umwerfer Shimano Deore XT 3-fach Toppull
    Bremsen Shimano Deore XT Cantilever
    Brems-/Schalthebel Shimano Deore XT STI mit SLR Plus
    Lenker Mounty Special Bullbar
    Steuersatz Ahead Primax E 1 1/4″
  • Gewicht:
    Komplett inkl. Beleuchtung 10,7 KG

Aber einen Punkt gibt es doch, der mir Sorge bereitet: Was ist mit Materialermüdung? Hält das Bike auch heute noch die Belastung aus, wenn ich es im Teutoburger Wald über Stock und Stein scheuche oder es gar mit in die schweizer Alpen nehme? Also mal sehen, was es so aktuell an coolen Sachen gibt.

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