Category: Inliner

Neue Rollen bringen Schub

Neulich haben wir das gute Wetter ausgenutzt und die Inliner eingepackt, um mal ne Runde zu rollern. Meine Rollerblades besitze ich zwar schon seit über 15 Jahren, so wirklich viel gefahren bin ich mit denen aber nie, obwohl ich das eigentlich recht gut kann. Und so kam, was kommen musste, die haben mich alle voll abgehängt. Und dabei ist meine Kondition gar nicht schlecht, zumindest nicht schlechter, als die meiner Mitfahrer. Ich habe mir nie ernsthaft Gedanken gemacht, wie lange so ein Kugellager wohl hält, was ich da überhaupt für Lager drauf habe und wie wohl nach 15 Jahren das Gummi der Rollen ausschaut, obwohl ich so was damals zu meiner Rollerskates-Zeit (Ja, die mit den Quadrollen) voll drauf hatte. Als ich dann wieder zu Hause war musste ich erstmal auf die Suche gehen und mir einen Überblick über die Materialien verschaffen. Neuer Schuh lohnt nicht, dafür fahre ich zu wenig und meine sind noch gut, also habe ich dann einfach neue Rollen mit Lager gekauft. Das ganze war schnell montiert, nachdem ich von den heute gängigen 8mm mittels Hülse den Achsdurchmesser auf meine 6mm angepasst hatte. Die erste Testfahrt war dann auch wie erhofft richtig gut, endlich rollen die Inliner wieder wie von alleine.

Aber jetzt mal zum technischen Kram:

Die Kugellager werden mit ABEG angegeben, angefangen bei ABEG 1 über 2, 3, 5, 7, 9 und 11. ABEG ist die Abkürzung für “Annular Bearing Engineering Committee”, einem Fachausschuss der Vereinigung amerikanischer Wälzlagerhersteller. Die Zahlen von 1 bis 11 geben dabei die Fertigungstoleranz der Lager an, wobei 1 ungenau, 11 supergenau kennzeichnet. So gravierend ist das jedoch nicht, denn die Zahlen sagen nichts über Haltbarkeit und Rollwiderstand der Lager aus. Hier wird auch wieder viel mit tollen Zahlen geworben, um die Kunden zu locken, ein ABEG 5 Lager muss nicht zwingend besser sein, als ein ABEG 1.

Kugellager in Inlineskates werden in zwei Größen angeboten: Standartmäßig die 608er, dabei ist der Achsdurchmesser 8mm, der Lagerdurchmesser 22mm und die Lagerbreite 7mm. Diese Lager werden fast in jedem Inliner verbaut. Es gibt noch die 688er Lager (d = 8 mm, D = 16 mm, Breite = 5 mm), auch “Microlager” genannt, kommen aber seltener vor. Vorteil hier ist die Gewichtsreduzierung gegenüber den 608ern, dafür muss aber auch die Rolle wieder passen.

Nun zu den Rollen. Hier gibt es natürlich unheimlich viele Varianten, vor Allem in der Größe. Meine alten Rollerblades z. B. haben noch recht kleine Rollen von 72mm. Größer passt leider nicht, dann schleifen sie am Schuh. Heute sind im Fitnessbereich 80er üblich, manchmal sogar 84er. Die Marathonläufer nutzen in der Regel 100er Rollen, es gibt sogar schon Schuhe mit 110ern. Wenn man sich also neue Rollen kauft, dann unbedingt mal vorher gucken, was da drauf geht. Heute kann man oft schon etwas variieren, bei meinen geht das eben leider nicht. Als nächste Größe kommt der Härtegrad, dieser wird nach Shore A (DIN 53505) angegeben. Ich hatte 80A drauf und das war für mich perfekt. Hier wird im Fitnessbereich und einem geteerten Untergrund so zwischen 78 und 85 angegeben, wobei 78 für weich und 85 für hart steht. Auch hier gibt es nach unten deutliche Abstufungen für z.B. Crossläufer (Waldboden, Fels) mit einer weichen Rolle, oder nach oben zu den Freestylern, die eine härtere Rolle benötigen.

Das war es eigentlich schon, wenn man sich nach einer neuen Rolle für den Inliner umschaut. Preislich gibt es da natürlich auch gewaltige Unterschiede, so habe ich nur Kugellager für 120,- Euro gesehen. Meine Rollen haben jetzt mit Lagern zusammen 35,- Euro gekostet, das war ich bei den alten Schuhen gerade noch bereit auszugeben. Als nächstes wären dann wirklich neue Inliner fällig, aber da muss ich erstmal abwarten, wie sich das mit der Fahrerei in Zukunft entwickelt. Bei einem Neukauf würde ich aber wieder zu Rollerblades tendieren, die haben die Teil schließlich erfunden. K2 machen aber auch tolle Schuhe, nur irgendwo muss man sich ja einsortieren.

Wenn Ihr Euch Zubehör für Inliner oder auch gleich neue Schuhe kaufen möchtet, dann schaut doch hier mal bei Amazon rein. Durch klicken auf den Link kostet es Euch keinen Cent mehr, aber ich bekomme eine kleine Provision.

WordPress Themes