Mit dem eBike auf den Breitenberg
Gestern morgen hab ich mir ganz spontan überlegt, auf den Breitenberg zu Radeln. Das Wetter war super, meine Lust dazu auch und so schnürte ich meinen Ranzen und radelte los. Ok, ich fang nochmal von vorne an. Obwohl, die ersten punkte waren nicht gelogen, das Wetter war wirklich super und Lust hatte ich tatsächlich auch. Nur in meiner aktuellen Konstitution ist an hochradeln wirklich nicht zu denken und so borgte ich mir bei meinem Freund David ein eBike. Ich bin mit so einem Teil bisher noch nicht wirklich gefahren, außer mal die Straße rauf und runter, aber sonst nicht weiter im Gelände, geschweige denn bergauf. Ich musste auch nach kurzem Anstieg bereits feststellen, dass man trotzdem ordentlich strampeln muss, um überhaupt eine Unterstützung des Rades abzurufen. Hier hatte ich zu Beginn noch den Fehler gemacht, mit ordentlich Tempo nach oben zu kommen, das rächte sich gleich in einem herzinfarktähnlichen Kollaps. Erschwerend hinzu kam die große Hitze, die hier schon um 10 Uhr ordentlich dampf machte. Teilweise vorhandene Schattenplätze suchte ich so immer wieder auf, um meinen Trinksack zu erleichtern und mir wieder Luft zuzuführen. Erst etwa nach der Hälfte hatte ich dann meine Trittfrequenz gefunden und so konnte ich den Rest der Strecke ohne weiteres Absteigen bewältigen. Nur kurz vor der Hütte gab der Akku des Rades auf, den ich nur knapp halb voll übernommen hatte, denn zeit meiner Ankündigung bis zur Abfahrt konnte David diesen nicht mehr vollständig laden. Hier merkt man dann, was so ein Teil wiegt. Neben dem “normalen” Fahrradgewicht kommt noch der Motor, der Akku und eine ganze Menge Kabel mit auf die Waage, somit ist man schnell bei über 20 Kilo. Das ist doppelt so viel, wie mein eigenes Mountainbike wiegt, ohne Unterstützung fährt man damit also nicht mal eben so nach oben.

Auf der Hütte genehmigte ich mir mein erstes alkoholfreies Weizen in meinem Leben, denn ich wollte die viel umworbenen guten Eigenschaften dieses Getränks unbedingt mal ausprobieren. Komisches Gefühl, wenn man beim Anblick des leeren Bierglases noch völlig nüchtern ist und so kann man sich zumindest mal ein bisschen in einen Alkoholiker versetzen, der nach dem ersten Bier sicher auch noch nichts merkt.
Runter zu ging es dann recht flott. Hier habe ich nun Schubumkehr betrieben und die Motorbremse eingesetzt. Über die Rekuperation lud der Akku also wieder auf und ich konnte das Rad im Tal mit einem ganzen Strich auf der Skala wieder abgeben. Es war übrigens ein Wheeler eEagle 29″er, wer sich dafür näher interessiert, sollte mal beim David von needful-bikes anrufen. Der verleiht die Teile nicht nur, sondern man kann sie bei ihm auch gegen eine geringe Spende zugunsten seiner Familie käuflich erwerben. Schlappe 2.800,- Euro kostet so ein Teil, dafür können aber auch so untrainierte Säcke wie ich mal eben zum Frühshoppen auf den Breitenberg fahren.



























