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Making of von “New York City Lovers”

Heute will ich mal ein kleines Making Of zeigen. Es handelt sich um ein Bild, welches ich kürzlich von einem befreundeten Pärchen in New York geschossen habe. Die Lokation ist großartig, im Hintergrund typisch viel Getummel und – ganz prägnant im Bild – ein Polizeiauto mit Blinki-Blinki.

Zuerst mal etwas zu den Kameraeinstellungen: Fotografiert habe ich mit dem Nikon 50 mm 1,8G Objektiv bei ISO 1600, Blende 3,5 und 1/125 Sek. Belichtung. Von der Position bin ich selber noch tiefer, als die beiden auf dem Foto, wie man ganz gut auf dem Bild von Patrick sehen kann:
Niki auf Strasse in NYC

Lichttechnisch war eigentlich genug geboten. Da kam was vom Polizeiauto, von der Straßenbeleuchtung und den Reklameschildern, was ich als Referenz für die Kameraeinstellungen nutzte. Nun sollten die Beiden aber noch vom Hintergrund abgehoben werden, herausstechen und zum Hauptmotiv werden. Dazu brauchte ich einen Blitz (Nikon SB-700), der mit Durchlichtschirm kombiniert und dem orangen Farbfilter auf höchster Leistung (1/1) Feuer gab. Hierzu stellte sich Paddy etwas seitlich dazu auf die Straße und musste nun aufpassen, dass ihm von den vorbeifahrenden Autos nicht der Hintern abgefahren wird.
Blitzen mit Paddy

Jetzt hatte ich alles richtig ausgeleuchtet und vom Bildausschnitt war ich auch Top zufrieden. Ich machte also ein paar Bilder und wollte dann zu Hause am PC das Beste raussuchen. Aber wie das dann immer so ist, auf einem großen Monitor sieht man doch mehr, als auf dem kleinen Display der Kamera und so kam es, dass ich mich für ein Foto entschied, auf welchem die Beiden in die Kamera schauten. Aber auf genau diesem Bild waren die Lichter des Polizeiautos nun mal gerade nicht an, es sind ja Blinklichter und bei 1/125 kann es vorkommen, dass die in dem Moment gerade eben nicht brennen. Also musste ein zweites Foto her, wo das genau der Fall war und, ganz wichtig, es musste vom Bildausschnitt noch einigermaßen passen. Mein Vorhaben war nämlich, aus zwei Bildern Eins machen und freihändig ist das gar nicht so einfach. Glücklicherweise waren es die beiden direkt hintereinander geschossenen Fotos, so dass ich sie in Photoshop übereinander legen konnte. Hier mal die beiden Bilder:
Ausgangsbild 2Ausgangsbild 1
Nun habe ich das obere erst mal passend geschoben und etwas gedreht, so dass sie relativ deckungsgleich übereinander lagen. Jetzt Radiergummi an und an einigen Linien im Bild orientierend ausradiert, fertig. Wer jetzt mit der Lupe sucht, wird sicher ein paar kleine Missgeschicke finden, die im Bild aber nicht auffallen. Das fertige Bild sieht dann so aus:
NW-0314-1

Das einzige, was mich hier jetzt noch gewaltig stört ist das Rauschen. Bei ISO 1600 ist die Kamera am Ende und, was noch schlimmer ist, Fokussieren geht fast gar nicht mehr, selbst mit dem mittleren Punkt.

Danke an meinen Freund Paddy für den lebensmüden Einsatz mitten auf der Straße und an Sabrina & Sven für die Geduld! Und warum das Bild jetzt “New York City Lovers” heisst, weiss nur 500px und die Tatsache, dass unbenannte Bilder einfach sch****e sind ;-)

Was so schön ist an der Fotografie und warum ich keine Autos mehr verkaufe

Ja, die Überschrift dieses Beitrags macht schon eines klar: mir gefällt die Arbeit als Fotograf. Aber was ist hier so anders zu meinem alten Job als Autoverkäufer. Im Grunde ist das ganz einfach erklärt und an ein paar Beispielen aus der Praxis möchte ich das mal hier kurz erläutern.

Es gibt Menschen, die kaufen sich für 60.000,- Euro ein neues Auto. Die kommen in den Laden und haben schonmal ein Gesicht, was selbst für eine Zahnazthelferin nicht alltäglich ist. Glücklich und erfreut sehen die meisten leider nicht mehr aus und wenn man davon ausgeht, dass man bei einem Autokauf noch große Emotionen beim Kunden wecken kann, dann ist man hier wirklich ein paar Jahre zu spät aus der Zeitmaschine gestiegen. In erster Linie geht es um den Preis, was nicht selten gleich die Eingangsfrage ist. Dabei wurde noch nicht einmal über das Produkt geredet, als erstes will Herr Müller wissen, wieviel Rabatt es denn gibt. Das ganze zieht sich, bei vorausgesetztem erfolgreichen Abschluß, bis zur Übergabe des neuen Gefährts hin. Trotz größter Mühe, Hingabe und sogar Unterwerfung des Verkäufers (ich spreche hier nicht grundsätzlich von mir, denn unterwerfen tu ich mich niemandem, ausser meiner Katze) kommt nicht wirklich Freude auf, Herr Müller findet schon einen Grund, an etwas herumzumeckern. Seine Frau findet sowieso die Farbe hässlich und den Kofferraum zu klein, kann also auch nicht wirklich mit guter Stimmung dienen. Am Ende gibt es dann noch ein Flehen des Verkäufers, dass bloß die Bewertung mit einer 1, einem “äußerst zufrieden” oder einem anderen Superlativ erfolgen soll, wenn sich der Hersteller meldet. Also alles nicht so wirklich befriedigend.

Als Fotograf, und hier schreibe ich jetzt nur über meine Arbeit, hat man mit Menschen zu tun, die erst einmal richtig Lust auf Fotos haben. Firmenkunden, die ihre misepetrigen Mitarbeiter abgelichtet haben wollen, fotografiere ich nicht! Zu mir kommen Menschen, die entweder heiraten und diesen Tag festhalten wollen (hier ist nicht von Zwangsheirat die rede) oder Männer und Frauen, die einfach mal schöne Fotos machen möchten. Alleine eine Emailanfrage unterscheidet sich schon von der “Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes unter klar definierten Konditionen”. Ich schreibe mal eine Email, so wie ich sie als Fotograf bekomme, als wenn ich sie als Autoverkäufer erhalten hätte:

“Hallo Nikolaj,

im Internet sind wir auf die Autos aufmerksam geworden, die Du verkaufst. Das wären genau die Modelle, die wir uns vorstellen, richtig stylish und eben mal was anderes, als die ganzen anderen Autos, die man so im Internet findet.

Wir wollten Dich fragen, ob Du am xx.xx.2013 Zeit hast und uns an diesem Tag ein Auto verkaufen könntest. Auf Deiner Seite haben wir keine Preise gesehen, daher würden wir natürlich gerne noch wissen, was die Autos bei Dir so kosten und ob wir vielleicht auch mal eins Probefahren dürfen.

Schreib uns doch bitte mal zurück, ob es bei Dir an diesem Tag passt und Du Zeit für uns hast.

Liebe Grüße
Petra und Horst” (Namen sind doch Schall und Rauch)

Merkste was? Und es geht dann ja noch weiter. Telefongespräche oder, noch besser, persönliche Treffen laufen auch ganz anders ab, hier wird sich noch richtig gefreut. Mit den “Kunden” ist es einfach entspannter, natürlich gehört es auch dazu, einen guten Draht zu den Menschen aufzubauen, aber das habe ich in meiner Vergangenheit gut gelernt.

Was mich persönlich dann noch richtig glücklich macht, wenn die von mir fotografierte Person eines der Bilder als Profilbild bei Facebook einstellt und wenn man dann unter seinen Facebookfreunden immer mehr davon findet.

Sensorreinigung einer DSLR mit Micro Tools

Micro Tools Sensor Reinigungskit

Micro Tools Sensor Reinigungskit

Heute ist mein bestelltes Päckchen mit dem Reinigungskit von Micro Tools eingetroffen und ich habe damit auch gleich losgelegt. Zunächst einmal zum Inhalt dieses Kits: Auf der Webseite von Micro Tools kann man nach Kameramodel gleich das richtige Kit für seinen Body raussuchen. Hier gibt es dann nochmal verschiedene Unterteilungen, ich habe mich für das Kit mit sensor Wand entschieden. Das bedeutet, dass ich ein nacktes Stäbchen habe, welches ich selber mit den mitgelieferten Microfasertüchern umwickeln muss. Alternativ kann man sich auch gleich das Set mit den Sensor Swabs bestellen, hier hat man gleich fertige Stäbchen. Aber das umwickeln ist wirklich kinderleicht, diese Entscheidung war also schonmal richtig. Nun habe ich für die nächsten Reinigungen erstmal genug Material da und bei einem Preis für das Set inkl. Versand von etwas über 40,- Euro kann man nicht meckern. Im Set befindet sich noch ein Blasebalg und diverse Putzstäbchen.Als erstes habe ich mit dem dreckigen Sensor ein Bild gemacht, damit ich den vorher/nacher Effekt auch sehe. Dazu habe ich bei Blende 32 gegen den heute grauen Himmel geknipst, herausgekommen ist dabei dieses Bild:
Vor der Sensorreinigung
Man sieht, wie vollgestaubt mein Sensor ist und diese ganzen Flecken lassen sich auch nicht mehr so einfach wegstempeln. In der Kamera ist zwar die eingebaute Sensorreinigung aktiv, aber so etwas schafft die natürlich auch nicht.

Nun aber zum Reinigungsvorgang:
Als Erstes habe ich das Objektiv abgeschraubt und dabei die Kamera immer mit der Öffnung nach unten gehalten. Dadurch wird verhindert, das noch weiterer Staub in die Kamera rieselt, so ganz klinisch rein ist die Luft ja leider nicht. In die Öffnung habe ich nun den Blasebalg gehalten und mit zwei drei kräftigen Hüben den losen Staub aus dem Gehäuse geblasen. Hierbei und bei allen weiteren Schritten muss man unbedingt darauf achten, dass man in der Kamera nichts berührt, schon gar nicht die Mattscheibe. Diese ist sehr empfindlich und kann durch Berührung schon kaputt gehen.

Als nächstes habe ich die Kamera in den Wartungsmodus versetzt. Dabei wird der Spiegel hochgeklappt und der Sensor liegt nun frei zugänglich. Das sollte man im Übrigen nur mit vollen Akkus machen, da ein vorzeitiges Abklappen des Spiegels ebenfalls zu Schäden führen kann.

Nun habe ich meinen SensorWand genommen, drei Tropfen der Reinigungsflüssigkeit aufgeträufelt und mit diesem Spatel einmal von links nach rechts über den Sensor gewischt. Hierbei ist ein leichter Druck notwendig, aber auch wieder nicht zu kräftig. Die Reinigungsflüssigkeit ist super schnell trocken und hinterlässt auch keinerlei Spuren. Das war es schon. Nun ein erneutes Testbild:

Nach der Sensorreinigung

Sieht doch schon gut aus für den ersten Versuch. Bei genauerem Hinsehen wird man sicher noch kleine Flecken erkennen, aber ganz sauber wird man es nie hinbekommen. Wenn man hier zu penibel ist, kann das ganz schön ausarten, selbst eine professionelle Reinigung beim Fachhändler wird es nicht besser hinbekommen.

Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden und kann nun meine Kamera selber reinigen. Aber ich möchte hier noch betonen, dass Ihr das jeweils auf eigene Gefahr hin macht, Kindersicher ist das auf keinen Fall. Ich bin nicht Schuld, wenn Ihr Euren Sensor abschiesst, also im Zweifelsfall lieber einschicken ;-)

Was muss alles mit nach New York?

So langsam wird es ernst, es sind noch gut 4 Wochen, dann geht es wieder nach New York. Schon lange überlege ich hin und her, was ich alles mitnehmen muss und dabei geht es nicht um Klamotten ;-) Denn da werde ich wieder nur das Nötigste einpacken, der Rest wird geshoppt! Aber der Fotokram, der muss mit und sollte vor Ort nicht erst nachgekauft werden müssen. Man ist dann immer so schnell an der Zollfreigrenze, muss ja nicht sein.

Als Rucksack habe ich den Lowepro Vertex 300 AW, der soweit eigentlich meine komplette Ausrüstung schluckt. Mit seiner Größe geht er gerade eben noch als Handgepäck durch, Gewichtstechnisch wird es hier schon etwas kniffeliger. Aber ich musste noch nie mein Handgepäck wiegen lassen, wenn man es nicht übertreibt, sollte es hier auch keine Komplikationen geben.

Mitgenommen wird natürlich der Kamerabody, ein paar Objektive, ein Aufsteckblitz mit Funkempfängern, Kleinkram wie Filter, Pinsel, Akkus etc. Ein Stativ für Langzeitbelichtungen und das wars dann auch schon. Experimente mit dem Jinbei FL-II 500 werde ich wohl keine machen können, das Set ist mir einfach zu schwer für die Reise. Und dann kenn ich mich: Es wird genau einmal benutzt und liegt dann eh nur im Hotel rum. Villeicht nehm ich noch das Manfrotto Nano Stativ mit, das wiegt nicht viel und ist oft ganz nützlich.

Als Backup für Bilder nutze ich das Acer Aspire One mit 500 GB Festplatte. Das ist klein, leicht und absolut super, hier kann ich sogar schnell mal ein Bild in Lightroom entwickeln und auf Facebook posten. Das war bereits letztes Jahr schon im Einsatz und ist wirklich ein kleines Spitzenteil. Zusätzlich bleiben die Bilder noch auf den Karten, da sollte nichts passieren.

Aber irgendwas hab ich noch vergessen…

Zum Sonnenaufgang auf dem Breitenberg in Pfronten

Ein Erlebnis, welches ich mir schon lange mal gönnen wollte, wurde nun in die Tat umgesetzt: Den Sonnenaufgang auf dem Breitenberg an der Ostlerhütte auf 1.838m erleben. Als meine Fotofreunde von der New Yorker Gang und ich ein Treffen hier in Pfronten für Mitte März planten, war die Gelegenheit für diese Idee mehr als gut. Schließlich stimmten alle zu und ich kümmerte mich rechtzeitig um Schlafplätze für die 8 Bekloppten, die mitten im Winter oben auf der Hütte schlafen wollten. Die Ostlerhütte bietet neben einem Bettenlager auch zwei 4er Zimmer, die für uns in dem Falle ideal waren. Pro Person werden 28,- Euro inkl. Frühstück berechnet, im Bettenlager zahlt man 6,- Euro weniger, ein wirklich fairer Tarif.

Da die letzte Seilbahn aus Pfronten Steinach um 16:20 Uhr fuhr, trafen wir uns sicherheitshalber um 15:30 Uhr, denn wir wollten ja auch oben noch die Skipiste mit dem Sessellift überbrücken. Das erwies sich auch als sehr guter Plan, denn einen Fußweg gab es nicht wirklich und wir hätten ein sehr großes steiles Stück über die Skipiste klettern müssen, sicher sehr anstregend. Dass wir später doch noch in den “Genuß” kommen sollten, war hier noch nicht absehbar.

by Lars Behrens

Foto by Lars Behrens

Von der Endstation des Sesselliftes muss man nun den Rest zur Hütte tatsächlich zu Fuß überwinden, der Weg dorthin ist zwar an manchen Stellen recht steil, aber es ist durchaus machbar. Unterwegs mussten wir jedoch häufig pausieren, das war der grandiosen Aussicht geschuldet und die Tatsache, dass wir alle gute Fotos machen wollten. Eine stelle bot sich hier hervorragend für ein Gruppenbild an, die Sonne stand günstig und leuchtete uns quasi perfekt aus. Eine tolle Erinnerung!

Foto by Jürgen Langer

Foto by Jürgen Langer

Oben an der Hütte angekommen schälten wir uns erstmal aus unseren Klamotten, bekamen unsere Zimmer aufgesperrt und tauschten Bergschuhe gegen Hüttenpuschen. Das erste Bier musste dran glauben, immerhin waren wir dank des tagelangen stundenlangen Aufstiegs schon recht dehydriert. Nun nahte die Stunde des Sonnenuntergangs, den wir uns trotz der eisigen Temperaturen natürlich nicht entgehen lassen wollten. Das Wetter war für einen schönen roten Sonnenuntergang aber leider zu diesig und so hofften wir, dass am nächsten Morgen bessere Bedingungen herschten. Nachdem wir uns in der Hütte an frischem Kartoffelsalat, leckerer Bratwurst und anschließendem “Riesen Germknödel” gestärkt hatten, gingen wir bei mittlerweile minus 8° C erneut vor die Tür und versuchten uns an Langzeitbelichtungen des beleuchteten Tals. Hier sind von meinen Freunden echt tolle Bilder entstanden, ich habe das ohne Stativ erst gar nicht versucht und mich lediglich an den Ergebnissen der Anderen erfreut.

by Johannes Modersohn

Foto by Johannes Modersohn

Die Zimmer waren wirklich niedlich, zwei Stockbetten, ein Waschbecken und ein Kleiderschrank. Aber unser Zimmer war wirklich geräumig, zumindest, wenn man nur eine Nacht schalfen muss. So viel Komfort hatte ich aber trotzdem nicht erwartet, umso erfreuter war ich auch über die Temperatur. Die Ostlerhütte wird über einen Ofen mit Holz beheizt, hier kann sich selbst das größte Weichei (meist ja die Mädels in der Runde) nicht über mangelnde Wärme beschweren. Auch die Aussicht aus unserem Zimmer war grandios, mit Blick direkt ins Pfrontener Tal schlossen wir nach ein paar Gruselgeschichten erschöpft unsere Augen.

Der nächste Morgen war eigentlich noch mitten in der Nacht! Da laut Zeitplan die Sonne um 6:20 Uhr aufgehen sollte, mussten wir spätestens viertel vor 6 draussen sein. Frühstuck gab es erst ab halb acht, also auch kein Kaffee vorher. Wer hier gar nicht aus dem Bett kommt, muss sich also was einfallen lassen. Wir sind also ohne Muntermacher in die eisige, klare Morgenluft gestapft und nun ging es los: Ein grandioser Sonnenaufgang mit goldenen Berggipfeln und atemberaubendem Wolkenspiel. Man, das hatte sich wirklich gelohnt, unbeschreiblich. Hier mal ein paar Bilder dieser tollen Stimmung:

SonnenaufgangSonnenaufgangSonnenaufgangSonnenaufgangSonnenaufgang

Nachdem es um kurz nach 7 mittlerweile taghell war, gingen wir wieder rein und freuten uns nun auf das Frühstück. Im Stübchen am Kachelofen bekamen wir nun frischen Kaffee mit leckerem Brot, allerlei Aufschnitt und Marmelade. Sehr lecker und genau das richtige nach einer kurzen Nacht. Dann wurde gepackt und wir machten uns auf Richtung Sessellift, der ab 9 Uhr wieder runter fahren sollte. Hier gab es nämlich eine kleine zeitliche Vorgabe. Unser Mitreisender Johannes musste bereits um kurz nach 10 Uhr seinen Zug in Füssen richtung Flughafen München erwischen, also mussten wir bereits mit der ersten Bahn wieder runter.

AbstiegAbstiegAbstieg

Der Abstieg von der Hütte ging auch dementsprechend schnell, so dass wir bereits weit vor 9 Uhr am Lift waren. Hier war es allerdings leicht windig, um nicht stürmig zu sagen. Schneeverwehungen waren hierbei noch das kleineste Problem, die Sessel im Lift wackelten schon extrem. Ernüchterung, als der Liftwart uns die Beförderung verweigerte, er wollte es nicht riskieren, dass bei dem Wind das Seil aus der Halterung rutscht. Hier hätte ich nun Serienbilder von Johannes Gesicht schießen sollen, unglaublich, wie schell sich eine Mine verfinstern kann. Denn nun blieb uns nur noch der Abstieg per Pedes – über die Skipiste! Das ist ja generell kein Problem, aber die ersten geschätzen 100 Meter waren extrem steil und der Boden sehr gefroren, so dass wir schwierigkeiten hatten, die Schuhsolen in den Schnee zu rammen. Johannes und ich mussten uns dennoch ranhalten und so setzten wir uns von der Gruppe ab und stürzten uns todesmutig den Hang hinunter. Nachdem das steile Stück bewältigt war und wir uns auf geraderem Terrain bewegten, näherten wir uns nun doch recht schnell der Bergstation der Breitenbergbahn. Diese war auch gottseidank in Betrieb und um es nochmal spannend zu machen, konnte ich Johannes genau 5 Minuten vor Abfahrt seines Zuges wohlbehalten zum Bahnhof bringen.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass gerade im Winter so eine Tour wirklich lohnt. Die Luft ist einfach schön klar und trotz Schnee kann man ohne Probleme ab dem Sessellift zur Hütte aufsteigen. Es ist aber sicher ratsam, wenigstens Spikes unter die Füsse zu schnallen, erst recht auch für einen entspanteren Abstieg.

Die neue Nikon D7100

Heute hat Nikon die neue D7100 vorgestellt und obwohl ich ja doch eher auf etwas Größeres Schiele, möchte ich kurz mal meinen Senf dazu geben. Letztendlich hat sie einen 24 MP DX-CMOS Sensor, ISO 100 bis 6400, erweiterbar auf bis zu 25.600. 51 Messfelder für den Autofokus mit 15 Kreuzsensoren, so mal die nackten Daten. Aber, was ich sehr gut finde, der optionale Funkadapter Wu-1a ist auch mit der D7100 kompatibel und so lassen sich recht einfach die Bilder direkt auf ein iPad streamen. Da dieser Adapter nur um die 50,- Euro kostet, ist das schon eine tolle Sache, vergleicht man das mit den deutlich teureren Alternativen für andere Modelle. Hier scheint Nikon gerade im Konsumer Bereich preislich gutes Zubehör bei allen neuen Modellen anzubieten, eingeführt wurde das Teil ja mit der D3200 im letzten Jahr.

Ich werde auch diese Kamera vorerst an mir vorbeiziehen lassen, eine Vollformat ist bei mir definitiv noch nicht vom Tisch. Ich könnte mir die D7100 aber gut als Kamera für meine Workshops vorstellen, in Verbindung mit dem Funkadapter kann man den Teilnehmern sehr gut die Resultate der Shootings präsentieren. Preislich wird sie so um die 1.000,- Euro liegen, das ist, gemessen an ihren Features, ein faires Angebot.

Mehr Infos zur Nikon D7100 könnt Ihr direkt auf der Nikon-Website entnehmen, das will ich hier gar nicht alles wiedergeben.

Portabler Blitz Jinbei FL-II 500 und die K-90 Octabox

Seit einigen Wochen habe ich jetzt den Portablen Blitzgenerator Jinbei FL-II 500, oder wie ich immer sage: Mein Ranger für Arme ;-)  Dieser Generator hat eine Leistung von bis zu 400 Watt bei einer Leitzahl von 66, regeln lässt er sich bequem über zwei Tasten von 1/1 bis 1/16. Den Strom bekommt der Porty von einem 4600 mAh Li-Polymer Akku, der reicht für ordentlich Auslösungen. Hier werde ich mir aber sicher nochmal einen zweiten Akku holen, da gehe ich ja immer lieber auf Nummer sicher.

Jinbei FL-II 500 1  Jinbei FL-II 500 2 Jinbei FL-II 500 3

Die Ladezeit bis zum nächsten Schuß ist natürlich abhängig von der Leistung, wenn ich z.B. im Studio fotografiere bewege ich mich meistens im mittleren Bereich und das geht echt fix. Habe ich ihn auf Stufe 5 stehen (1/1), dann dauert es schon ein Weilchen, der Hersteller gibt das mit 2,8 Sekunden an. Sowas fühlt sich aber immer subjektiv an und ist wohl von Situation zu Situation unterschiedlich. Regeln muss man hier auch übrigens alles manuell, der Jinbei lässt sich nicht fernsteuern. Ich nutze zum Auslösen ja sowieso die Yongnuos, die könnten das erst gar nicht. TTL auch nicht, also schön probieren. Hier muss ich aber sagen, dass es hierbei gar keine Probleme gibt, sofern man auf dem Display der Kamera kontrollieren kann. Das ist ja draussen nicht immer leicht, abhängig vom Licht. Aber mit der Zeit werde ich hier schon meine Erfahrungswerte sammeln und schneller zum Ziel kommen.

Nikolaj Wiegard Fotografie - PfrontenBisher habe ich den Blitz hauptsächlich im Studio als Hauptlicht benutzt und mit verschiedenen Vorsätzen experimentiert. Durchlichtschirm, Reflexschirm und nun auch die Jinbei K-90 Octagonal Umbrella Softbox, die ein ganz tolles, weiches Licht macht. Durch die feine Regelung der Blendenstufen lässt sich der Blitz auch dezent als Zusatzquelle nutzen, wenn man, wie auf dem Foto links eine Person am Fenster von rechts noch etwas aufhellen will. Hier habe ich einen Reflexschirm eingesetzt, der das Licht noch etwas mehr verteilt und durch die Beschichtung natürlicher wirken lässt. Die Farbtemperatur des Blitzes wird mit 5500°Kelvin angegeben, was bei meiner Kamerea und den nicht vorhandenen Möglichkeiten des manuellen Weissabgleichs eh keine Rolle spielt. Muss man eben im Lightroom etwas basteln!

Nikolaj Wiegard Fotografie - PfrontenIm Lieferumfang des Jinbei FL-II 500 befindet sich standartmäßig ein Reflektor, der mittels Bowens S-Bajonetts befestigt ist und die Aufnahme aller mit diesem Anschluß ausgerüsteten Vorsätze ermöglicht. Die Jinbei Octa ist mit einem Durchmesser von 90 cm gerade noch handlich für den Ausseneinsatz, man muss das ganze Zeugs ja auch noch irgendwie schleppen. Der Vorteil dieser Octabox lässt sich an ihrem Namenszusatz erkennen: Man kann sie wie einen Regenschirm aufspannen und muss nur noch die Innen- und Außendiffusor ankletten. Das Foto hier links habe ich mit diesem Gespann gemacht, hier war der Blitz aber auch bereits schon auf 1/1, also Vollpower. Nicht immer wird man so krasses Gegenlicht haben, also sollte es reichen. Da ich etwas weitwinkliger fotografiert habe, musste der Blitz auch dementsprechend weit zurück, um nicht im Bild zu hängen.

Ich finde das Teil auf jedenfall Top und mit dem geringen Preis von etwas über 400 Euro ist es eine tolle Alternative zum Elinchrom Ranger. Wirklich vergleichen kann ich die beiden Geräte nicht miteinander, da ich mit dem Ranger bisher zu wenig gemacht habe. Aber das hat ja Paddy auf seinem Blog in einem Video bereits getan, schaut es Euch doch dort einfach mal an.

Digitale Kameras im Vergleich und Test

Digitalkamera TippSpeziell auf den Vergleich und kleinen Tests zu digitalen Kameras ist der Blog von Horst aus Berlin http://www.digitalkamera-tipp.com ausgelegt. Hier listet er seit Januar 2011 viele der seitdem erschienenen Neuheiten auf und gibt dem Leser einen kleinen Überblick über die am Markt befindlichen Apparate und Objektive. Der Autor selber schreibt dort auch über sich, wie er zur Fotografie gekommen ist und das speziell mit den unterschiedlichsten Modellen der Firma Leica. Etwas erinnert mich das an meinen Werdegang in der Fotografie, fast zeitgleich habe ich meine analoge Kamera gegen eine Digitale ausgetauscht.

Übersichtlich geordnet findet man über die Menüleiste schnell zum gewünschten Produkt, wenn es denn dabei ist. Hier würde ich mir aber ehrlich gesagt schon deutlich mehr Content wünschen, denn seit bestehen dieses Blogs ist ja nun etwas mehr passiert, als z.B. nur die Einführung der Nikon D5200 (Nikon Digitalkamera) oder des Nikkor 70-200 F4. Auch im Bereich Zubehör findet sich bisher nur eine Fototasche von Tamrac, das muss auch noch deutlich wachsen.

Dem Blogschreiber merkt man dann schon den persönlichen Bezug zu Leica Digitalkameras an, denn hier findet man wesentlich mehr Informationen, als über andere Hersteller. Aber immerhin finden sich auch Tipps zu Hasselblad, Zeiss und Olympus, hoffentlich bald noch mehr. Die Idee dahinter finde ich jedenfalls gut, mal einen Überblick über die am Markt befindlichen Modelle aus Sicht eines Nutzers zu geben, ich stelle mir das aber auch äußerst zeitraubend vor, jedens Modell näher unter die Lupe zu nehmen. Als Informationsquelle bei meinen Recherchen habe ich mich speziell auf das konzentriert, was in meinem Freundeskreis so angesagt war, denn davon profitiere ich aus heutiger Sicht schon deutlich mehr.

Nun wünsche ich Horst aber viel Erfolg mit seinem Projekt und das es schnell an Inhalt dazugewinnt, um wirklich einen Querschnitt durch die Welt der digitalen Kameras zu bieten, auf dem richtigen Weg ist er ja. Aber ich weiss selber, wie schwer man sich manchmal mit gutem Content tut ;-)

Neue Fotokurse in Pfronten

Insel MainauIch habe zusammen mit meinem Freund Torsten von Dittrich zwei neue Fotoworkshops entwickelt, die Termine dazu findet Ihr bereits auf meiner Fotografiewebseite. Dabei handelt es sich um einen Makroworkshop und um einen Workshop, bei dem wir Schneelandschaften fotografieren, jeweils mit anschließender Bildbearbeitung in Adobe Lightroom. Beide Workshops richten sich nicht ausschließlich an blutige Anfänger, aber auch Einsteiger sind hier natürlich herzlich willkommen. Diese Zusammenarbeit mit Torsten stelle ich mir sehr spannend vor, denn gerade auf dem Gebiet der Makrofotografie kann ich selber auch noch eine ganze Menge lernen. Ist mal was anderes, in die kleine Welt einzusteigen und Dinge groß rauszubringen, die man so normalerweise nicht mit bloßem Auge wahrnimmt.

Hier bietet sich unsere wunderbare Umgebung natürlich an und für die Makrofotografie haben wir einen sehr schönen Alpengarten, den wir an diesem Tag auch für die Fotos nutzen werden. Terminlich war es gar nicht so einfach, besonders im Frühjahr, wo noch alles unter Schnee begraben liegt. Aber aus der Erfahrung der letzten Jahre sind wir mutig genug gewesen, um dafür passende Termine zu finden. Für unseren Schnee-Workshop brauchen wir natürlich auch Schnee, daher liegt dieser Termn gleich am Anfang von beiden, hier geht es bereits am 09. März los. Zieht Euch also warme Schuhe an, Zehenerfrierungen sind nicht Bestandteil der Fotokurse ;-)

Viel Spaß mit den neuen Workshops.

Einblicke ins Studio

Nun wird es Zeit Euch mal ein paar Fotos von meinem kleinen Fotostudio zu zeigen. In den letzten Wochen habe ich einiges an Möbeln rangekarrt, Fotoequipment besorgt und geschraubt und gebaut. Ideen habe ich noch so einige und auch im Bereich Lichttechnik bin ich noch recht am Anfang. Aber der Fokus lag zunächst auf die Errichtung einer Lokation, wo ich mich mit den Teilnehmern meiner Fotokurse treffen kann oder mit meinen Models, um die Shootings zu besprechen. Das ein oder andere Mal habe ich hier auch schon fotografiert, aber irgendwie zieht es mich zum Fotos machen immer noch mehr nach draussen. Aber hier nun mal ein paar Fotos, Bilder sagen ja mehr als…

Welche Objektive kann ich an der Nikon D5100 verwenden?

Da diese Frage immer häufiger in meinen Suchbegriffen auftaucht, will ich hier mal versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen. Welche Objektive kann ich an meiner Nikon D5100 verwenden? Zunächst einmal natürlich alle, die das sog. Nikon F-Bajonett haben, also durchaus auch Linsen, die schon 50 Jahre alt sind. Aber man muss auch unterscheiden, inwieweit die Objektive dann auch an der Kamera arbeiten und mit welchen sich die Funktionen einer modernen Spiegelreflexkamera ausnutzen lassen können.

Da die Nikon D5100 keinen eingebauten Motor für den Autofokus hat, müssen die Objektive einen haben, um den AF nutzen zu können. Nehmen wir z.B. das gute alte Nikon AF Nikkor 50mm 1.4D, welches keinen Autofokusmotor hat, dann kann man damit zwar fotografieren, muss jedoch manuel fokussieren. Das Nachfolgemodell Nikon AF-S Nikkor 50mm 1.4G hingegen kann in vollem Umfang an der D5100 betrieben werden, diese Linse kommt mit einem eigenen Motor daher.

Aber das war jetzt nur der Autofokus. Es gibt noch einen anderen, gravierenden Unterschied bei digitalen Spiegelreflexkameras. Die D5100 hat einen sog. Crop-Sensor, der die Brennweite zur Vollformatkamera um 1.5 verlängert. Das bedeutet: Das 50mm 1.4G ist eine Vollformatlinse, daher ist sie auf einer D5100 eigentlich ein 75mm Objektiv. Das ist für die 5100 so erstmal kein Nachteil, umgekehrt sieht das schon ganz anders aus. Denn nehmen wir das Nikon AF-S DX Nikkor 35mm 1.8G (DX = Cropsensor, FX = Vollformat) und schrauben es auf eine Nikon D4, dann ist hier der Sensor größer als der Bildausschnitt durch das Objektiv und man bekommt eine leichte bis deutliche Vignette um das Bild. So etwas lässt sich heute ganz unkompliziert per EBV (“Elektronische Bildverarbeitung”) mit z.B. Lightroom wegretuchieren oder bleibt als Stilmittel im Bild erhalten. Also lassen sich im Grunde diese Linsen auch alle auf einer D5100 nutzen, man muss das mit der Brennweitenverlängerung nur wissen und dementsprechend einsetzen. Ich nutze liebend gerne das 50mm 1.8G (übrigens preislich deutlich günstiger, als das 1.4er und dafür aber nicht schlechter), welches ja an der 5100 eigentlich ein 75mm ist. Muss man halt nen Schritt zurücktreten, Brennweite kann man ja schließlich auch laufen.

Im Grunde sind das schonmal die wichtigsten Merkmale, auf die man achten muss. Die Objektive werden unterschiedlich gekennzeichnet, Nikkor schreibt das “DX” gleich mit drauf, andere Hersteller haben andere Bezeichnungen. Bei Tamron kann man auf der Webseite sein Kameramodel auswählen und dann werden einem die passenden Objektive angezeigt. Wie das bei Sigma ist, weiss ich leider nicht, da wird es aber sicher auch so etwas geben. Und wem das jetzt alles zuviel geworden ist, der kommt mich auf einem meiner Workshops “Einstieg in die dititale Spiegelrelfexfotografie” im kommenden Jahr in Pfronten besuchen, dort werde ich auch dieses Thema noch einmal ausführlich behandeln.

Fotografie Workshops in Pfronten im Allgäu

Nachdem mein eigenes Fotostudio in Pfronten kurz vor der Fertigstellung steht, habe ich ein weiteres Ziel anvisiert: Ab Januar starten bei mir die ersten Workshops zum Thema Fotografie. Zunächst werde ich den Einstieg in die Welt der Spiegelreflexfotografie behandeln. Dieser Workshop richtet sich an all diejenigen, die mit Ihrer Kamera bisher nur im Automatikmodus fotografiert haben und gar nicht genau wissen, wie denn das mit dieser lustigen Unschärfe im Hintergrund so funktioniert. Dabei müsst Ihr nicht einmal unbedingt mit einer Spiegelreflexkamera zu mir kommen, der Fotoapparat muss nur manuelle Einstellungen ermöglichen, dann seid Ihr bei mir genau richtig.

Später möchte ich mein Angebot natürlich noch ausbauen und auch andere Themen wie z.B. Portraitfotografie angehen oder auch die anschließende Bildbearbeitung in Lightroom erläutern. Zu diesem Thema habe ich bereits einen Freund engagiert, der sich schon drauf freut, im Frühjahr mit mir zusammen einen kombinierten Workshop abzuhalten.

Und das ganz große Kino kommt noch, aber da mache ich es noch spannend. Bleibt einfach auf dem Laufenden, wenn Ihr diesen Blog über Facebook abonniert, dort poste ich auch immer die neuen Workshoptermine.

Was kostet ein Fotoshooting?

Da ich mich in der letzten Zeit sehr umfangreich mit dem Thema der Auftragsfotografie beschäftige, bin ich natürlich auch auf den Punkt der Kosten gekommen bzw. dem Preis für ein Fotoshooting. Wenn ich so bei anderen Fotografen stöbere, die ihre Preise auf der Homepage veröffentlichen, wird mir irgendwie anders und das erinnert mich immer an ein Fotoshooting, welches ich selber mal geschenkt bekommen habe. Hier bekam ich nach dem Shooting (welches natürlich auch schon einen Preis hatte) mehrere DIN A4 Bögen Karton mit Briefmarkengroßen Abbildungen der an diesem Nachmittag geschossenen Bilder. Hier sollte ich nun auswählen um dann das jeweilige Foto in einem 13×18 Ausdruck für sagenhafte 12 Euro erhalten, so hat man mir nach dem Shooting kein Bild überreicht. Heute bin ich nicht mehr böse darum, dass ich von diesem Termin aus dem Studio kein einziges Bild habe, die Art der Fotos hat mir sowieso nicht gefallen. Aber das ist ein anderes Thema.

Wenn ich also so im Netz suche, finde ich meistens genau das: Das Shooting kostet, die Bilder kosten, die CD kostet, alles kostet Geld, auch Outfitwechsel der Protagonisten werden separat berechnet. Ist das nicht schrecklich? Unbestritten ist, dass natürlich hinter einer Preisfindung eine Kalkulation stecken muss, schließlich muss der Fotograf auch morgen noch genug Geld haben, um seinen Laden wieder aufschließen zu können. Aber muss das so über – in meinen Augen – “Blenderangebote” hinten reingeholt werden, was man vorne, nur um Aufträge zu ergattern, falsch kalkuliert hat? Was habe ich als Fotograf davon, wenn ich in einem Shooting 50 tolle Bilder mache, dem Pärchen aber im schlimmsten Fall nur ein verkaufen kann? Dann haben die ein Bild von mir, sind enttäuscht und ich muss die Daten wahrscheinlich noch Jahre aufheben in der Hoffnung, dass die bloß noch mal irgendwann eins nachbestellen! Und zu sehen bekommt diese Bilder auch niemand, also wird auch keiner auf die Idee kommen, so ein Bild auch von sich haben zu wollen.

Und was kostet jetzt ein Fotoshooting? Die Frage kann man eingentlich nur wieder mal ganz einfach beantworten: “Es kommt drauf an!” Eines ist jedoch klar: Am Ende des Vorgesprächs weiss jeder, was er bezahlen muss und bekommt dafür ALLES!

Meike Batteriegriff für die D5100

Eigentlich wollte ich mir so einen Ramsch gar nicht zulegen, zumindest halte ich nichts von irgendwelchem Drittanbieter Zubehör. Aber seit ich einen Tag lang mit der Nikon D4 fotografieren konnte, kann ich meine Kamera nicht mehr halten. Es ist tatsächlich so, lediglich zwei Finger passen auf den Griff meiner Nikon D5100, dabei habe ich sogar eher kleine Hände im Vergleich. Bis ich jedoch wirklich umsteige und mir selber eine D4 zulege, wird es wohl oder übel noch etwas dauern und deshalb habe ich überlegt, wie ich das sinnvoll lösen könnte. Leider gibt es für die D5100 keinen original Batteriegriff von Nikon, was wirklich sehr schade ist. Es sind auch keinerlei Vorkehrungen getroffen worden, dieses jemals zu ändern, zumindest mit allen Funktionen. So blieb mir nur die Möglichkeit, mich bei Drittanbietern umzusehen und dabei bin ich auf den Batteriegriff von Meike gestoßen.

Der Preis von 45,- Euro ließ mich zunächst zögern, denn das konnte ja nichts werden. Die jedoch überwiegend positiven Bewertungen der Käufer haben mich dazu bewogen, den Griff dann doch zu bestellen. Wie schon gesagt, es gibt keinerlei Vorrichtungen, was zum Beispiel die Nutzung einer Hochformateinstellung betrifft. Hier kann man leidglich einen Auslöseknopf nutzen, für den aber noch zusätzlich ein Kabel angebracht werden muss. Seit ich aber meinen Autofokus auf der AF-Taste habe, bringt mir das sehr wenig, ich muss ja sowieso da rüber greifen. Ansonsten ist der Batteriegriff eigentlich ganz ok. Zunächst zieht man im 45° Winkel den Akkudeckel ab, steckt diesen in den Batteriegriff (dafür gibt es dort extra einen Schlitz) und schiebt den Griff in den Akkuplatz. Nun wird mittels Gewinderad der Griff an der Kamera festgeschraubt und das war es auch schon. Jetzt kann man entweder einen oder zwei original Nikon Akkus in den Batteriegriff schieben und losknipsen. Es sieht optisch sogar recht stimmig aus, lediglich der Akkudeckel auf der Rückseite macht nicht den besten Eindruck und klappert leicht. Vom Griffgefühl ist es eine enorme Steigerung und lässt die kleine D5100 sogar fast ein bisschen erwachsen aussehen.

Mein Fazit:
Ich bereue diese Anschaffung nicht, das Teil kann man für den preis echt kaufen. Man macht ja nichts kaputt und auf den Hochformatauslöser kann ich gerne verzichten und spare mir damit das lästige Kabel an der Seite. Inwieweit sich der Versatz der Stativaufnahme am Batteriegriff auswirkt, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen. Zwei Akkus im Griff garantieren auf jedenfall ein langes langes Shooting ohne Stromausfall.

Ergänzung:
Ich wurde gefragt, ob ich nicht ein paar Bilder vom montierten Batteriegriff machen kann und natürlich liefere ich die hier nach.

Auch nach einigen Wochen kann ich mir selber nur zu diesem Kauf gratulieren, die Kamera fühlt sich völlig anders an und liegt super in der Hand. Die beiden Akkus sind quasi immer voll, ich habe auch nach einem langen Shooting volle Balken der Ladenanzeige. Ihr müsst Euch auch keine Sorge um den kleinen original Akkudeckel machen, es ist vorgesehen, diesen entfernen zu können. Einfach im 45° Winkel abziehen, fertig. Und im Batteriegriff gibt es einen kleinen Schlitz, wo der original Deckel reinpasst und so immer dabei ist.

Als Hochzeitsfotografen-Assi in Bayrisch Zell

Lange habe ich auf dieses Wochenende hingefiebert, jetzt ist es schon wieder vorbei und hat mir so unheimlich viel gebracht: Ich durfte meinem Freund Paddy von Neunzehn72.de auf einer Hochzeit assistieren. Als er mich vor einigen Monaten fragte, ob ich nicht Lust hätte, da musste ich gar nicht lange überlegen, denn einen besseren Einstieg in die Welt der Hochzeitsfotografie hätte ich wohl niemals bekommen können. So flog er vom fernen Hamburg nach München, wo ich ihn am Flughafen abholte und mit ihm gemeinsam nach Bayrisch Zell fuhr.

Aber, wollte ich denn eigentlich Hochzeitsfotograf werden? Die Antwort ist jetzt mehr als klar: Ja, ich will! Ok, ich muss gestehen, diese Traumhochzeit hat es mir auch mehr als leicht gemacht, denn dieser Tag war einfach von vorne bis hinten perfekt. Bereits am Vorabend hatten wir uns mit dem Brautpaar zum Essen veraberedet und so konnten wir uns schon einmal beschnuppern. Patrick kannte die beiden schon von einem Probeshooting in Hamburg und ich war sehr erfreut, wie locker und sympathisch die beiden waren.

Die Hochzeit selber war von den Trauzeugen so gut durchorganisiert und vorbereitet, dass wir uns zu jeder Zeit sicher waren, was passiert und nicht eine Überraschung dabei war, die uns vielleicht aus der Ruhe hätte bringen können. Standesamt, Gruppenfoto, Brautpaarshooting und Hochzeitstanz wurden auf Paddy’s ganz spezielle Art im Foto festgehalten und ich durfte dabei sein und lernen. Mein größtes Highlight dieses Tages war jedoch, dass ich selber knipsen durfte und dafür immer eine von seinen zwei D4 in der Hand hatte.

So eine Nikon D4 ist schon der Wahnsinn. Mindestens viermal so groß und achtmal so schwer wie meine kleine D5100, aber von der Bedeinung her recht schnell zu durchschauen. Gigantisch, vor allem mit einem 70-200 macht das Teil echt Eindruck und ich muss gestehen, dass ich manchmal Schwierigkeiten hatte, das Gespann gerade zu halten ;-) Aber als ich gestern nach Hause kam und meine Kamera in der Hand hielt da wusste ich, dass ich ab nun total verdorben bin!

Jetzt ist sie da: die Nikon D600 bei Amazon

An dem Tag, an dem ich nach New York geflogen bin, gab es die erste Meldung von einer kleinen Vollformatkamera von Nikon, der D600. Die Gerüchteküche brodelte und die Meldungen über Ausstattung und Preis wurden langsam immer konkreter. Nun ist es soweit und sie kann bei Amazon bestellt werden und, wenn man Glück hat, ist sie am nächsten Tag in der Post. Ich will hier gar nichts über die Kamera als solches schreiben, das gibt es schon an anderen Stellen zu Hauf und doppelt gemoppelt hält halt nicht immer besser, sondern nervt irgendwann.

Ich habe mir die Kamera natürlich auch etwas näher angeschaut, zumal ich ja mit dem Gedanken spiele, auf Vollformat umzusteigen. Es gibt ein paar Dinge an dieser Cam, die ich unheimlich geil finde, andere hingegen lassen mich eher kalt. Da ist zum Beispiel der doppelte SD-Kartenslot und nicht wie bei anderen Kameras eine Aufnahme für zwei verschiedene kartentypen. Die D4 zum Beispiel muss ja unbedingt eine XQD beherbergen, wer weiss, wohin bei diesem Format die Reise geht. Dann ist die Megapixelzahl in einem erträglichen Rahmen und nicht so unheimlich hoch, wie bei der D800. Den Vorteil sehe ich in einfach riesig großen Datenmengen, wenn man einen ganzen Shootingtag hat oder sogar mal doch ne Hochzeit fotografiert. RAW ist eben RAW, da kann man das Bild nicht verkleinern, zumindest nicht in der Kamera. Ein Nachteil ist aber der Preis, denn für keine 600,- Euro mehr gibt es schon eine D800 mit deutlich mehr Kamera für das Geld. Ursprünglich war der Preis so um die 1.500,- Euro rumort worden, was sich logisch angefühlt hat und ein ernstzunehmendes Angebot darstellt, wenn man von “Einstiegs-FX” redet. Wie auch immer, ich werde sie nicht kaufen, das steht schonmal fest. Noch immer ist der Plan, eine D4 haben zu wollen, aber ich muss gestehen, dass auch eine D800 ihre Vorzüge für mich hat und in Anbetracht des Preises nicht ganz uninteressant ist. Aber im Moment habe ich gerade eine andere, recht große Baustelle, daher muss die Kamera noch etwas warten. Ich glaube ja noch an den Weihnachtsmann ;-)

Wer sich die Nikon D600 kaufen möchte, der findet sie hier bei Amazon.

Next Step: My Studio

Seit ich meine digitale Spiegelreflexkamera habe, hat sich bei mir einiges getan und ich habe festgestellt, dass die Fotografie wirklich eines meiner größten Hobbies ist. Wie das immer so mit Leidenschaften ist, man selbst findet sich dabei ja oft am besten. Das geht Malern so, aber auch manche Autofahrer, die das gerne tun meinen auch, besonders gut Autofahren zu können. Das besonders Aussenstehdende da manchmal anderer Ansicht sind, ist unumstritten. Nunja, mir macht halt das Fotografieren spaß und da mir zu Hause langsam der Platz ausgeht und ich nicht mehr weiss, wohin mit dem ganzen Fotokrempel, habe ich mich kurzer Hand auf die Suche nach einer geeigneten Immobilie hier im Ort gemacht. Klar, es sollte direkt um die Ecke sein, es ist ja ein Hobby und ich will da gern mal einfach so nach der Arbeit vorbei oder mal schnell mit dem Rad hinkommen. Und genau so eine Räumlichkeit hab ich nun ergattert, bereits vollkommen renoviert und bezugsfertig, anfang September geht es los. Ich nenne es “Fotostudio”, weil das im Grunde den Nagel auf den Kopf trifft und eigentlich auch so von mir genutzt wird. Bisschen Hintergrund, Lichtanlage, Kühlschrank, Bier, Sofa – eben so das übliche. Hier kann ich mich dann austoben und mein Hobby auch an den Tagen ausüben, wo draussen mal wieder die Welt zusammen bricht und es Hunde und Katzen regnet (wohl ein englisches Sprichwort, hab ich nie wirklich verstanden). Wenn also in Zukunft mal jemand ein cooles Shooting mit umherfliegender Milch, staubigen Mehlwolken oder Wackelpudding machen möchte, dann…bitte nicht bei mir!

Paare vor der Kamera

Am Samstag gab es eine klasse Geburtstagsfeier auf der Vilser Alm. Da ich meine Kamera mit Blitzbesteck dabei hatte, suchte ich mir an diesem Abend mal ein paar Opfer, um auch endlich mal Fotos von verliebten Paaren zu machen. Die Ergebnisse seht Ihr hier unten und mit Sicherheit weiss ich, dass ich davon unbedingt noch mehr machen will!

Ich hab mein Nikon 50mm 1.8

Momentan dauert das wohl alles etwas länger, aber immerhin ist heute das Nikon AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G angekommen. Wohlweislich habe ich direkt meine Kamera mitgenommen und es gleich aufgesetzt, um einige Probeshots zu machen. Ich will hier nicht viel um den heissen Brei labern, immerhin ist dieser Linse bisher mehrfach gehuldigt worden. Einen ernsthaften Test konnte ich heute dank des extrem schlechten Wetters auch nicht machen, also bleibt nur zu sagen, dass ich mich sehr darüber freue. Aber das nächste Shooting kommt, der Urlaub auf Mallorca steht vor der Tür, da werden in den nächsten Wochen noch reichlich Bilder von dieser Linse folgen. Unglaublich, dass man für unter 200 Euro so ein klasse Teil bekommt.

Akku Kaufempfehlung: Sanyo Eneloop

Ich erzähl hier heute eigentlich nichts Neues, aber da ich gerade meinen Akkuvorrat mal wieder aufgestockt habe, muss ich einfach mal eine Empfehlung für die von mir verwendeten Akkus abgeben. Eins ist schonmal klar: vergesst die Blister aus dem Supermarkt der bekannten Hersteller, es gibt tatsächlich nur einen wirklich guten Akku und das ist der Sanyo Eneloop. Ich will das auch mal begründen, bevor ich Behauptungen aufstelle: Erstens kommen die Dinger schon voll geladen daher, das bedeutet, ich kann sie sofort nutzen. Gut, mag jetzt nicht so das USP zu sein, aber ich finde es gut, wenn ich etwas, was ich gerade neu gekauft habe, auch sofort voll nutzen kann. Der zweite Punkt – und der ist gravierend gegenüber anderen Akkus – sie entladen sich so gut wie gegen Null! Habe ich also geladene Akkus in meiner Fototasche, kann ich mich bei den Sanyo Eneloops zu hundert prozent drauf verlassen, dass sie nach mehreren Wochen noch vollkommen einsatzbereit sind. Ich hatte bisher einen 4er Satz Sanyo Eneloop XX mit 2.500 mAh, die ich bis Januar für meine alte Digitalkamera genutzt habe. Seit ich die D5100 hab, brauchte ich sie dafür nicht mehr, erst jetzt wieder für den Blitz Nikon SB-700, der ebenfalls mit 4 Zellen bestückt werden will. Auch hier liegt der Blitz teilweise mehrere Tage unbenutzt in der Tasche, und die Akkus haben immer noch genug Saft. Auch bei einem längeren Shooting mit viel Blitzeinsatz haben sie mich nicht im Stich gelassen und für ordentlich Leistung gesorgt.

Doch ich gehe ja immer gern auf Nummer sicher und habe mittlerweile für jedes meiner Geräte die entsprechenden Ersatzbatterien oder Akkus in meiner Fototasche und so wollte ich auch meine Eneloop-Sammlung mal ordentlich aufstocken. Nun habe ich mal die Glitterboxen bestellt, das sind 8 verschieden farbige Eneloops. Boxen deshalb, weil ich gleich mal 4 Stück geordert habe und somit nun 8 Sätze bunte Akkus hab ;-)

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