Category: Literatur

Die Tribute von Panem

Eigentlich ist es kalter Kaffee, aber nachdem ich die drei Bücher “Die Tribute von Panem” vor einigen Wochen gelesen habe (ja, ich bin ein literarischer Spätzünder), muss ich meine Eindrücke hier mal kurz loswerden. Generell sind das schon Bücher nach meinem Geschmack, besonders der erste Teil hat es fast geschafft, mich durchgehend zu fesseln. Aber auch wieder so vorhersehbar, dass es mich manchmal gegruselt hat und ich mich gefragt habe, wie so etwas – im Grunde sehr einfach gestricktes – so einen Hype auslösen kann! Gut, ich habe auch im Vorfeld nichts besonders anspruchsvolles erwartet, ich wollte mir mit den Büchern nur ein bisschen die Zeit vertreiben, als ich im Urlaub meine maximal 2 vorverhandelten Strandtage rumkriegen wollte.

Der zweite Teil war dann eine Wiederholung des Ersten und im dritten und letzten Teil war besonders das Ende fürchterlich. Da muss kurz vor Schluß der Verlag der Autorin mit Strafe gedroht haben, wenn sie nicht auf der Stelle das Manuskript abgibt. Im Schweiße ihres Angesichts skizzierte sie das Ende in etwa so, wie ich früher in der Schule meine Deutschaufsätze beendet habe, wenn die anderen schon 10 Minuten in der Pause waren. Naja, es ist halt ein Jugendbuch, da darf man sich nichts vormachen und zu viel erwarten. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich damals auch schon anspruchsvoller war. Den Film habe ich übrigens noch nicht gesehen, der soll ja noch schlechter sein.

Bekenntnisse eines Nachtsportlers

Bekenntnisse eines Nachtsportlers

Kurtzweilig und lustig – so könnte man das Höhrbuch von Wigald Boning Bekenntnisse eines Nachtsportlers bezeichnen. Wigald erzählt, wie er zum Ausdauersportler wurde und, das ist für mich besonders interessant, wie er ins Allgäu kam. Nicht nur seine Jugenderlebnisse mit seinem Vater lassen Parallelen zu meinem Leben erkennen, auch die Liebe zu den Bergen und in der Art, wie er Sport betreibt, erkenne ich mich irgendwie wieder. Nachtsport klingt irgendwie lustig und warum soll man diese Zeit nicht kreativ nutzen, wenn man sowieso nicht schlafen kann? Ob es die nächtliche Joggingrunde ist oder ein 24 Stunden Tretbootexpiriment auf einem mit Seerosen bewachsenen See. Nachtischtgerät eingeschlossen, auch wenn dies im Laufe der unermüdlichen Umrundungen irgendwann doch auf dem Grund landete und das Tretboot, mitlerweile verschenkt, einem anderen von Nutzen ist. Aufmerksam wurde ich durch meinen Freund David, der bereits einige von Wigalds sportlichen Exkursionen begleitet und mich mit diversen Anekdoten angefüttert hatte. Und ein Höhrbuch bot sich an, da es sich  bekanntlich beim Autofahren schlecht liest. Jedenfalls gab mir das Buch eine gehörige Motivationsspritze und ich kann es auch Nichtsportlern dank der grandiosen Erzählkomik des Herrn Wigald Boning nur wärmstens empfehlen.

Seegrund – Der Sagenumwobene Alatsee

Ja, der Titel “Seegrund: Kluftingers dritter Fall” stammt natürlich vom dritten Kluftinger, der Erfolgskrimiserie um den Allgäuer Kommissar des Autorenduos Volker Klüpfel und Michael Kobr. Alles dreht sich hierbei um den mysteriösen Alatsee, der so viele Rätsel aufweist und um den sich noch heute zahlreiche Legenden ranken. Durch eine einzigartige Pupur-Schwefelbaterienart ist der See bis etwa 18 Meter völlig normal, darunter jedoch liegt die sog. Todeszone. Im Zweiten Weltkrieg führten die nazis hier zahlreiche Tests ihrer Geheimwaffen durch und noch heute sind Relikte dieser Versuche auf dem Grund vorhanden. Ende des Krieges sollen dort Schätze aus Schloss Neuschwanstein versenkt worden sein, um sie vor den Alliierten zu schützen. Viele Schatzsucher tauchten danach, konnten aber bisher nichts finden, denn viele kamen gar nicht erst wieder an die Wasseroberfläche. Dank der tragischen Tauchunfälle ist im See seither absolutes Tauchverbot, nur mit Extra Genehmigungen gelingt es hin und wieder Wissenschaftlern, ihre Forschungen weiter zu führen. Die Einheimischen meiden den See zum Teil noch heute, weil sich so viele beängstigende Sagen um ihn reihen. Ein Grund dafür sind auch die zum Teil stark verwachsenen Bäume, die in der Dämmerung wirklich Furchterregend aussehen. Das liegt an den sehr heftigen Winden, die dank der umliegenden Berge dort vorherrschen. Wer eine spannende Lektüre sucht und zugleich Spaß an den Mysterien des Allgäus hat, der sollte sich das Buch “Seegrund” schnappen und lesen.

Die Lesebank in Davos

Wer gern wandert und dazu auch noch eine Leseratte ist, der sollte sich mal in Davos auf Tour begeben. Dort wird heuer zum zweiten Mal die Lesebank fortgeführt, eine Bibliothek in freier Natur. An mehreren Bänken sind Behältnisse aufgestellt, die morgens mit Büchern befüllt werden und abends wieder geleert, mittlerweile sogar fremdsprachige Literatur. Seit Anfang Juni stehen sie so den Lesern zur Verfügung, Im Kurpark, an der hohen Promenade oder am Davoser Wolfgangsee kann man so seine Rast zur Fortbildung oder Unterhaltung nutzen. Dabei bietet aus meiner Erfahrung der See eine ganz besondere Anlaufstelle, hier kann man nebenbei noch die Eichhörnchen füttern.

Mehr Infos und die Standorte findet Ihr hier.

Foto: www.davos.ch

Dan Brown – The Lost Symbol

Auch wenn es noch bis zum 15. September dauert, Fans von Dan Brown können sein neustes Werk “The Lost Symbol” nun bei Amazon in der englischen Originalausgabe vorbestellen. Im Nachfolger von “The Davinci Code” darf der Leser wieder mit Robert Langdon auf Entdeckungsreise gehen, wann das Buch auf deutsch erscheint, ist noch nicht sicher. Das ist auf jedenfall wieder was für mich, auf diese art Literatur steh ich ja total.

Cornelia Funke: Tintenherz

Als mir vor einigen Tagen der Lesestoff ausging, zog ich los und durchwühlte die Buchläden nach neuem Material. Gleich in den Regalen am Eingang einer unserer Thalia-Filialen viel mir direkt Tintenherz ins Auge. Den Film im Kino hatte ich noch nicht gesehen und so beschloss ich, mir zunächst den ersten Band zu kaufen, mittlerweile gibt es zwei Fortsetzungen.

Die ersten Seiten waren schon recht spannend und bei einigen leckeren Getränken im Bernstein gingen die Kapitel runter wie Öl. Obwohl es zwar ein Jugendbuch ist, bin ich für diese Art der Geschichten immer zu begeistern, ich muss nicht immer blutrünstig beschrieben Morde detailgetreu geschildert bekommen. So vom Schreibstil her erinnert es mich stark an Narnia oder auch Harry Potter, schon leicht zu lesen und teilweise auch sehr vorhersehbar, aber dennoch gut.

Und nun kurz zum Inhalt:
In Cornelia Funkes Tintenherz wird klar, dass Bücher mehr sind, als Worte auf Papier zwischen zwei Buchdeckeln. Bücher sind Schätze, in ihnen stecken Geschichten, Erzählungen und gute sowie schlechte Geschöpfe. Der Buchrestaurator Mo ist Jemand, der Büchern neues Leben einhaucht, Bücher, die längst vergessen und verstaubt in den Regalen ihrer Besitzer stehen und die dennoch so viel zu erzählen haben. Ein Buch ganz besonders und dieses führt ihn mit seiner Tochter Meggie auf ein ganz aussergewöhnliches Abenteuer in ein scheinbar verlassenes Dorf. 

Gestern habe ich mir bereits Teil 2 dieser Trilogie besorgt und nachdem ich vorhin den Buchdeckel zum letzten mal geschlossen habe, werde ich wohl gleich mit dem zwiten Teil beginnen.

Thorsten Havener – Ich weiss, was du denkst

Gedanken lesen? Manchmal wünsche ich mir, dass ich diese Fähigkeit hätte. Und jetzt gibts das passende Buch dafür: Ich weiß, was du denkst: Das Geheimnis, Gedanken zu lesen von Thorsten Havener, erschienen bei Rowohlt. Eigentlich nichts Neues, Havener fasst lediglich das zusammen, was schon etliche andere in ihren Büchern geschrieben haben. Es geht hier um die Wahrnehmung von Gestik und Mimik, der Deutung von Körpersprache und des Gesichtsausdrucks eines Gesprächspartners. Leichte Ausflüge in die Welt der Hypnose und suggestiver Phänomene, aber auch lustiges wird hier im Buch verarbeitet und bietet kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch.

Thorsten Havener – Ich weiß, was du denkst: Das Geheimnis, Gedanken zu lesen

Bis(s) zum Ende der Nacht

Wenn man zur Zeit einen Buchladen betritt, so denkt man zunächst, es wurde neu tapeziert. Dann fällt aber auf, dass die Tapete aus vielen kleinen Büchern besteht, die von den Menschen gekauft werden als gäbe es nix Besseres. Bis(s) zum Ende der Nacht ist der 4. Band der Bis(s)-Bücher, die ähnlich der Harry Potter Reihe die Leute zu Mitternachtskäufen treibt und aus Büchermuffeln Leseratten macht. Irgendwie macht mich das ja schon ein bisschen neugierig, was da wohl hinter steckt und ich werd bei nächster Gelegenheit mal nach den Hörbüchern ausschau halten. Ich lass mir nämlich lieber vorlesen, das ist wesentlich entspannter!

Hier noch ein Auszug der Amazon.de-Redaktion:

Sie tun’s! Sie tun’s wirklich! Bella und Edward, das heißeste Liebespaar der gegenwärtigen Teenie-Literatur, heiraten! Auf diesen Höhepunkt schienen die drei vorangegangenen Bände der hypererfolgreichen Bis(s)-Reihe von Stephenie Meyer zugelaufen zu sein, doch überraschenderweise bildet die Vermählung der gerade volljährig gewordenen Bella mit Edward, dem ewig 17-jährigen Vampir, nicht das große Finale des vierten und letzten Bandes der Twilight-Saga, sondern seinen (fast ein bisschen unspektakulär abgehandelten) Auftakt. Erst danach geht’s richtig rund.
Nach dem Heirats-Aufgalopp gehen Bella und Edward auf Hochzeitsreise und vollziehen ihr – von der Leserschar vermutlich noch stärker als die Eheschließung herbeigesehntes – „erstes Mal“ (was in mehrerlei Hinsicht nicht ganz unblutig verläuft …). Doch nun fangen die Probleme erst an: Soll Bella sich von Edward beißen lassen, um selbst zum Vampir zu werden? Das würde sie unsterblich machen, aber auch bedeuten, dass sie für alle Zeiten ein unstetes Wanderleben zu führen hätte, um wegen ihrer ewigen Jugend nicht aufzufallen. Während Bella noch zögert, geschieht das Unerwartete: Sie wird schwanger. Und sie gebärt ein Kind, halb Mensch, halb Vampir – ein Wesen, das eigentlich nicht sein darf und um das daher ein bitterer Kampf unter den Unsterblichen entbrennt.

Der Abschlussband der Bis(s)-Reihe erfüllt alle Erwartungen: Er bringt die romantische Geschichte von Bella und Edward zu einem ans Herzen gehenden Abschluss, besticht einmal mehr durch viele lebendige, witzige Dialoge und erzeugt durch die zwei großen Fragen – ob Bella zum Vampir wird und was mit ihrem Kind geschieht – mächtig Spannung. So manche „gefühlige“ Stelle wirkt ein wenig arg dick aufgetragen (irgendwie hatte die Autorin die Kitsch- und Schmalzvermeidung in den ersten drei Bänden besser im Griff), und auch die etwas lieblose Art, wie der eine oder andere noch offene Handlungsfaden zu einem Ende gebracht wird, mindert das Lesevergnügen etwas. Aber nur etwas – alles in allem ist Bis(s) ans Ende der Nacht genau der Nächtedurchles- und Nägelabkau-Schmöker, auf den die Fans gehofft hatten. — Christoph Nettersheim

Pressestimmen
“Ungewöhnlich suggestiv und intelligent erzählt.” (Süddeutsche Zeitung)

“Die Frau, die uns den Schlaf raubt.” (Brigitte)

Axel Hacke: Der weisse Neger Wumbaba

Axel Hacke hat ein kleines Handbuch des Verhörens zusammen gestellt, in dem wir humorvoll an all die kleinen Mißverständnisse unserer Kindheit und auch der Gegenwart erinnert werden. Der weisse Neger Wumbaba erzählt in kleinen Episoden aus dem Leben jedes Einzelnen von uns und beschreibt die klassischen Verhörer wie eben den Folgenden:

“Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weisse Neger Wumbaba.”

sehr kurzweilig und wärmstens zu Empfehlen als kleines Schmankerl auf dem Gabentisch: Der weisse Neger Wumbaba: Kleines Handbuch des Verhörens

Jens Priewe: Kleine Weinschule

Vor einigen Jahren hatte ich bereits dieses geniale Buch, leider war es mir abhanden gekommen. Nun bin ich gottseidank wieder im Besitz dieser ausserordentlich gelungenen Fiebel über Weine, die passenden Gläser und eben alles, was man über die Anbaugebiete und die Lagerung wissen sollte. Nicht für Profis, ehr für den Einsteiger ist dieses Buch gedacht, um sich in dieser faszinierenden Welt des kostbaren Traubensaftes ein wenig besser zurecht zu finden. Viele schöne Bilder begleiten den Leser und geben ihm einen wunderbaren Einblick in das, was schon die Götter inspirierte. Kleine Weinschule: Alles, was man über Wein wissen sollte

Michael Crichton gestorben

Puuh, irgendwie hab ich das gar nicht mitbekommen und umso schockierter bin ich nun, dass der Autor von Dino Park, John Michael Crichton, anfang dieser Woche verstorben ist. Nachdem ich damals im Kino den Film Jurassic Park gesehen habe, musste ich unbedingt das Buch dazu lesen und war sehr begeistert. Anschliessend habe ich direkt Lost World verschlungen, leider kamen die Filme was Handlung und Spannung angeht lange nicht an die Bücher heran. Dennoch finde ich die Verfilmungen recht gelungen, das liegt aber daran, dass die Effekte für die damalige Zeit sentationell waren.

Meine kleine Literaturfee wird sicher an dieser Stelle die Stirn runzeln und über diesen Schund meckern, ich fand die Bücher trotzdem spannend ;-)

Rüdiger Nehberg – Abenteuer am Blauen Nil

Heute habe ich von einem sehr sehr lieben Menschen ein Buch von Rüdiger Nehberg geschenkt bekommen. Es beinhaltet im Grunde zwei Bücher: Abenteuer am Blauen Nil und Drei Mann, ein Boot, zum Rudolfsee. Ganz legendär sind die Geschichten des Abenteurers Rüdiger Nehberg, der immer wieder zu waghalsigen Expeditionen aufbricht. In diesen beiden Episoden geht es um Boote, reissende Flüsse und leider auch den Mordanschlag auf seinen Freund Michael Teichmann.

Ich kann es nun kaum erwarten mit dem Lesen anzufangen.

Wanderführer für den Jakobsweg

Auf der Suche nach einem vernünftigen Wanderführer für den Jakobsweg waren wir heute in der Bücherei. Ich persönlich finde die Wanderführer von Kompass ideal, da sie schonmal in einer praktischen Schutzhülle daher kommen und somit vor leichter Nässe geschützt sind. Ein weiterer Vorteil ist die Ringbindung, womit man immer die richtige Seite sozusagen oben hat. Für den Jakobsweg gibt es da die Ausgabe Jakobsweg Spanien: Wanderführer mit Toproutenkarten, die auf den ersten Blick genau das mitbringt, was wir haben wollen. Zusätzlich wird sicher noch die ein oder andere Karte dazu kommen, wobei wir schon auch hier das Gewicht nicht ausser Acht lassen dürfen. Ich werde in den kommenden Wochen dieses Buch kaufen und mich mal genauer hineinlesen. Dann entscheiden wir, ob wir das Buch Jakobsweg Spanien von Kompass mit auf unsere Pilgertour nehmen.

Erlebnis Hermannsweg

Heute ist meine Amazon-Bestellung gekommen: Das Buch Erlebnis Hermannsweg – Östlicher Teil: Wandern von Bielefeld bis Horn-Bad Meinberg. Nicht, dass ich den Hermannsweg nicht kenne, aber wir wollen in den kommenden Tagen einfach mal die dort beschriebenen Routen abwandern und vor allem unsere eigenen Erfahrungen auf diesem Weg und mit diesem Wanderführer hier schildern. Das Buch macht auf den ersten Blick einen sehr guten und übersichtlichen Eindruck, selbst Rückwanderrouten sind dort beschrieben. Ich habe hier zunächst den östlichen Teil gewählt, weil der hier in Bielefeld direkt startet und die erste Etappe führt von der Sparrenburg zur Habichtshöhe. Mal sehen, wie sich der kleine Wanderführer in der Realität schlägt.

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