Wie viele Bilder ich auf Hochzeiten mache

Oft werde ich gefragt, wie viele Bilder ich denn so auf Hochzeiten mache. Nicht nur von den Brautpaaren selbst, auch von Freunden und Kollegen oder Workshopteilnehmern. Hier muss man natürlich ganz klar sagen: „Es kommt drauf an!“. Aber der Blogpost würde ja keinen Sinn machen, wenn ich das hier nicht wenigstens etwas näher beantworten würde.

Von meiner ersten Hochzeit kam ich gleich mal mit gut 4.000 Bildern nach Hause. Ich habe ständig abgedrückt und dachte mir so: „scheiß drauf, Speicherkarten hab ich genug, bloß keine Situation verpassen“. Am nächsten Tag saß ich dann vor meinem Rechner und sichtete die Bilder und war dann ganze zwei weitere Tage mit dem Aussortieren beschäftigt. Übrig blieben ca. 650 Fotos, die ich anschließend bearbeitet und dem Brautpaar abgegeben habe. Niemand hat mich gefragt, wo denn die anderen 3.350 Bilder sind und inzwischen habe ich diese auch bereits gelöscht. Nicht, dass die alle nichts geworden sind, aber es waren fast Zeitrafferaufnahmen bestimmter Momente, wo ja ein oder zwei gute Bilder vollkommen reichen. Inzwischen habe ich mir angewöhnt, deutlich weniger abzudrücken und dafür die richtigen Augenblicke einzufangen. Somit spare ich sehr viel Zeit bei der Bildsortierung ein.

Aber wie viele Bilder gebe ich denn jetzt genau ab? Wenn ich eine Hochzeit den ganzen Tag über begleite, dann sind das im Schnitt schon so gute 16 bis 18 Stunden, in denen ich fotografiere. Das fängt morgens beim Friseur an und endet abends auf der Party. An so einem Tag mache ich inzwischen rund 1.000 bis 1.200 Fotos, wovon ich gut die Hälfte wegschmeiße aus den gleichen Gründen wie oben: sie sind doppelt und ich entscheide mich für das beste Bild. Ich gebe in dieser Reportage so zwischen 550 und 650 Bildern fertig und bearbeitet ab denn das ist so in etwa die Menge, die man auch als Brautpaar noch bewältigen kann. Wenn ich den beiden über 1.000 Fotos geben würde, dann ist das einfach zu viel, das kann keiner mehr bewusst verarbeiten und es wiederholt sich alles. Bei den aussortierten Fotos sind dann noch Testbilder, geschlossene Augen und auch Unscharfe (mache ich auch) dabei, also ist die Quote der „guten“ Bilder inzwischen relativ hoch. Also zusammenfassend kann man sagen, ich gebe so um die 600 Bilder ab, wenn wir von einer Tagesreportage ausgehen. Ich denke mal, das wird bei Euch auch nicht anders sein, sofern Ihr Hochzeiten fotografiert und das auch schon ein paar Tage macht. Entscheidend ist aber, schon gleich so zielführend zu fotografieren, dass Ihr Euren Arbeitsaufwand im Anschluss minimiert. Der richtige Bildausschnitt gehört da auch zu, oder wollt Ihr jedes Bild bis auf 2 Megapixel runter cropen? Haltet Euch auch nicht an meinen Zahlen fest, das ist nur ein Erfahrungswert, mit dem ich und vor Allem die Brautpaare sehr gut zurecht kommen. Nummeriert die Bilder anschließend durchgehend, dann fragt auch keiner nach den fehlenden Bildnummern.

Anmerkung: Wenn ich noch eine Photobooth dabei habe, dann kommen die Bilder noch extra dazu. Hier behalte ich alle (in der Regel), werfe nur die weg, wo der Blitz nicht ausgelöst hat und schneide das ganze zu einem lustigen Film zusammen.

Finde mich auch hier: Hochzeitsfotograf im Allgäu

Von Miami nach Key West

Schon direkt am ersten Morgen nach unserer Ankunft war ich, wie erwartet, um kurz nach 5 Uhr wach. Die Zeitverschiebung fühlt sich zwar auf der Hinreise nicht ganz so schlimm an, sorgt aber trotzdem immer für ein zeitiges Aufwachen meinerseits. Aber egal, ich habe an diesem Morgen die Zeit und das schnelle Internet des Hotels genutzt, um noch eine fertige Bildergalerie für einen Kunden hochzuladen. Außerdem wollten wir generell früh los, da uns die spannende strecke Richtung Key West über den Overseas Highway erwartete. Diese strecke ist insgesamt 205 Kilometer lang und reicht von Homestead bis nach Key West. Es ist der südlichste Abschnitt des Highway One und verbindet auf seiner Strecke 40 Inseln der Florida Keys. Hier ist es sinnvoll, das Auto vorher aufzutanken, auch wenn zwischendurch immer wieder die Möglichkeit besteht, gibt es dennoch ein sicheres Gefühl, denn zeitweilig befindet sich links und rechts (und drunter) nur Wasser. Aus Filmen oder Serien kannte ich das ja schon, aber das mal in Natura zu sehen ist schon sehr beeindruckend. Es ergeben sich unterwegs etliche Möglichkeiten, den Highway zu verlassen und direkt ans Wasser zu gehen. Wir haben uns dafür den Bahia Honda Statepark ausgesucht. Hier läuft die Trasse der East Coast Railway, die zum Teil heute als Fußgängerbrücke dient, aber auch zeitweilig dem Highway 1 zu Nutze kommt. Hier befindet sich ein Campingplatz und ein unheimlich toller Badestrand. Zu unserem Erstaunen war es hier recht leer, was aber mit Sicherheit an der Zeit lag, denn dieser Strand war 1992 im Ranking von „America’s best Beaches“ die unangefochtene Nummer 1.

Bahia Honda Statepark Bahia Honda Statepark Bahia Honda Statepark Overseas Highway Overseas Highway

Als wir wieder im Auto saßen, genossen wir doch unsere Klimaanlage, denn es hatte schon so an die 30 Grad im Schatten. Durch den Wind und das Wasser ist das aber relativ erträglich.

Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Hotel und checkten erst einmal ein. Hier waren wir im Sheraton suites key West untergebracht und hier war der Name Programm: Nur Suiten, sonst nix. Unser „Zimmer“ war eine kleine Wohnung mit Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und großem Bad. So kann man es aushalten und hat auch endlich mal richtig Platz für die ganzen Klamotten. Auf dem Weg durch die Anlage zur Bar begegneten wir nicht nur anderen Hotelbewohnern, sondern auch an jeder Ecke den kleinen Eidechsen, die sich auf dem warmen Betonboden die Sonne auf die Schuppen scheinen ließen. Kam man näher, huschten sie schnell ins umliegende Gebüsch. Im ersten Moment ärgerte ich mich, dass ich meine Kamera gerade nicht dabei hatte, aber es ergaben sich wirklich noch etliche Gelegenheiten, die kleinen Kerlchen ausgiebig zu fotografieren.

Sheraton Suites Key West Eidechse Key West

Mit dem Hoteleigenen Shuttle wurden wir bis in den Ort gefahren, wo wir gleich die Duval Street aufsuchten. Hier reiht sich ein Pub an den nächsten und die Reihe wird nur von kultigen Lädchen unterbrochen. Überall ertönt Lifemusik und das nutzten wir auch immer wieder aus, um einfach mal zu sitzen und zu genießen. Hier wurden wir beim Trinken unserer Margaritas von einem Straßenkünstler etwas abstrakt gezeichnet, dabei konnte ich ihn auch fototechnisch festhalten.

Straßenkünstler in Key West

Am Abend, das wurde uns schon vor Reiseantritt angeraten, sollten wir auf jedenfall den Sonnenuntergang beobachten. In Key West ist das absolut Pflicht und so wird das auch an jedem Ort und jeden Abend aufs Neue zelebriert. Während wir am ersten Abend das ganze aus einer Bar direkt am Ufer beobachten konnten, haben wir uns am zweiten Abend gleich mal eine Fahrt mit einem Segelschiff gegönnt. Hier kann ich auch nur den Tipp geben, genau das zu machen und die Touristendampfer zu meiden. Es waren mit uns höchstens 10 Leute an Bord, davon waren schon 3 die Crew. Total romantisch, aber sowas muss ja auch mal sein. Gute 3 Stunden kurvt das Segelboot übers Meer und man bekommt eine unbeschreibliche Aussicht geboten. Zwischenzeitlich durfte ich sogar selbst mal ans Steuer der Jolly Rover, da krieg ich jetzt noch Gänsehaut, so cool war das!

Jolly Rover Key West  Sunset Key West  Jolly Rover Key West  Jolly Rover Key West Jolly Rover Key West  Sunset Key West

Auch das Hemingway Haus haben wir natürlich nicht ausgelassen, immerhin hat der Schriftsteller hier eine wesentliche Zeit seines Lebens verbracht und nicht nur im Haus, das jetzt ein Museum ist, seine Spuren hinterlassen. Unsere „Führerin“ zeigte uns jeden Raum und erzählte Geschichten, anschließend konnten wir selbständig den riesigen Garten erkunden.

Hemingway Haus Key West

Key West ist der südlichste Punkt der USA, von hier sind es gerade mal 90 Meilen bis nach Kuba. Das kann man natürlich nicht sehen, aber man fühlt es ganz deutlich und der Einfluss in Key West ist extrem. Am Sothernmost Point, einer buntbemalten „Tonne“ will auch jeder fotografiert werden, die Schlange reicht Meterweit. Wir haben natürlich auch ein Foto gemacht, aber uns einfach vorne auf die mauer gesetzt, anstatt uns in die Schlange zu stellen. Man kann es ja auch übertreiben.

Extremniki am sothern most Point

Key West ist aus unserer Sicht und im nachhinein das Schönste an der ganzen Reise gewesen. Total entspannt bei super Wetter kann man hier wirklich den Tag genießen und die Leute sind total locker. Hier waren wir sicher nicht das letzte Mal, obwohl es ja auch noch genügend andere schöne Plätze auf dieser Erde gibt.

Kamerastativ Manfrotto MT055XPRO3 mit Kugelkopf Sirui K-20X

Obwohl ich mit meinem bisherigen uralt Stativ immer gut zurecht gekommen bin, musste dann doch endlich mal ein Neues her. Auf Mallorca habe ich immer das Manfrotto 055XPROB von meinem Vater genutzt und war mit den Möglichkeiten, die dieses Stativ bietet super zufrieden. So also orderte ich kurzerhand das aktuelle Manfrotto MT055XPRO3. Das Stativ kommt natürlich ohne Kopf und hat ein Gewicht von ca. 2,5 Kilo. Das ist sicher nicht gerade leicht, wenn man auf Bergtour geht, aber dafür äußerst stabil. Alternativ kann man auch auf die Carbonvariante ausweichen, die kostet aber gleich fast das Doppelte, wiegt dafür etwa 1,6 KG. Klar, auf Dauer spürt man jedes Gramm, das ist wie bei einem guten Mountainbike. Aber dieses Stativ wird nicht das sein, welches ich auf Bergtouren mitschleppen möchte, sondern eher für gezielte Einsätze, wo ich evtl. mit dem Auto hinfahre.

Manfrotto 055

Aber mit dem Stativ allein ist es ja noch nicht getan, hier braucht man eben auch einen Kopf. Nachdem ich so viel Gutes über die Köpfe von Sirui gelesen und gehört habe, bestellte ich den SIRUI K-20X Stativkopf gleich mit dazu. Er hat eine Arca-Swiss-kompatible Wechselplatte und wiegt gerade mal 400 Gramm, dabei trägt er ein Gewicht bis 25 Kilo. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig, geliefert wird das Teil sogar in einem praktischen Stoffbeutel.

Sirui Kugelkopf Sirui Kugelkopf

Jeweils Stativ und Kugelkopf besitzen Libellen und Wasserwagen für die korrekte Ausrichtung. Das kann bei 360° Panoramen schon sehr essentiell sein, ansonsten richte ich die Kamera lieber nach dem Motiv und dem Horizont aus. Grundsätzlich aber schon mal gut, wenn alles wenigstens relativ gerade steht. Das MT055XPRO3 besitzt 3 Auszüge, mit denen man das Stativ bis auf 1,70m ausfahren kann. Zzgl. Kugelkopf ist das für mich schon zu groß, also reicht mir das Stativ locker aus. Schiebt man die Mittelsäule nach oben, kommt man sogar noch etwas höher und das sogar erstaunlich stabil. Leute mit einer Köpergröße jenseits der 2 Meter sollten sich hier aber eher an Fahnenmasten halten oder sich beim Fotografieren einfach hinsetzen 😉 Ich mit meinen 1,70 komme hingegen sehr gut zurecht. Nicht immer muss es ein Nachteil sein, wenn der liebe Gott nur einen kleinen Teil der 2 Meter in die Körpergröße gesteckt hat!

Manfrotto 055 Manfrotto 055

Neben der maximalen Höhe des Stativs ist aber auch die Bodennahe Kameraposition sehr interessant. Durch das Umlegen der Mittelsäule und das Spreizen der Beine bekomme ich das Objektiv fast in Bodennähe arretiert, das ist echt klasse. Perspektive ist schließlich alles beim perfekten Bild und hier gibt es wirklich keine Grenzen. Immer wieder beeindruckend: die Stabilität, mit der die drei Alu Rohre die Kamera halten. Hier wackelt nichts und selbst komplett ausgezogen biegt sich keines der Beine durch. Die Schnellverschlüsse lassen sich sehr bequem mit einer Hand öffnen und somit die Beine verlängern oder verkürzen, die stabilen Gummifüße garantieren so einen sicheren Halt. In der Mitte ist sogar noch ein Haken, an dem man einen Sandsack zur Beschwerung hängen kann. Ein Zusätzliches Gewinde ermöglicht die Anbringung von weiterem Zubehör, wie beispielsweise der Manfrotto Magic Arm.

Manfrotto 055

Einziger Wermutstropfen bleibt die Lieferung ohne Köcher, diesen kann bzw. muss man sich für rund 60,- Euro noch extra kaufen, sofern man ihn braucht. Das werde ich auch kurzfristig nachholen, denn auf Reisen im Koffer hätte ich das Dreibein schon sehr gern gut geschützt.

Wer ein wirklich praktisches Reisestativ sucht, der sollte sich mal das Manfrotto MKBFRA4-BH Befree Reisestativ genauer ansehen.

Wie sind Eure Erfahrungen mit Stativen? Lasst es mich doch mal in den Kommentaren wissen.

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