Ein Jugendtraum wird wahr
Seit 1988 bin ich mit dem Mountainbike-Virus infiziert, der sich dann zwischenzeitlich zurückgezogen hatte und seit etwa einem Jahr wieder voll ausgebrochen ist. Das liegt sicher auch daran, dass ich jetzt im absoluten Traumgebiet für Biker wohne, aber auch an der Tatsache, dass hier ein guter Freund eine Fahrradwerkstatt betreibt und ich dort inzwischen fast jeden Abend bin um zu Quatschen. Damals gab es einen Rahmen, den ich unbedingt haben wollte, aber den mein damaliges Budget einfach nicht hergab: Einen Cannondale. Die fetten Rohre und die makellose Verarbeitung trieben mir damals förmlich Pipi in die Augen, aber so 2000 Mark musste man schon hinblettern, wenn man so ein Teil haben wollte. Heute lacht man da drüber und unter 1.000 Euro gibt es eigentlich kaum was Gescheites, aber zu der Zeit und als Schüler war das schon der Hammer.
Jetzt habe ich in einem bekannten Online-Auktionshaus eines dieser Modelle gefunden und gleich zugeschlagen. Es ist ein Cannondale Caad 2 der letzten Serie, die mit dem 3er fast identisch ist. Das Unterrohr ist am Tretrohr breit und wird zum Steuersatz schmaler, an der Schwinge befindet sich bereits eine Aufnahme für Scheibenbremsen. Der Vorbesitzer wird vermutlich eine viel zu kurze Sattelstütze benutzt haben, denn am Sattelrohr befindet sich ein etwa 4 Zentimeter langer Riss. Also geht der Rahmen jetzt als erstes zum Schweißer, der diese Stelle repariert. Anschließend wird er Sandgestrahlt und eloxiert. Dann schau ich mal, was ich daraus mache. Der Trend geht ja bekanntlich zum Dritt-Bike
Ich werde hier weiterhin über die Restaurierung berichten.




